Dehnungsgangrän des Coecums bei tiefsitzendem Dickdarmkarzinom ... / vorgelegt von Georg Scharff.
- Scharff, Georg (Georg Karl Gottfried Adolf), 1882-
- Date:
- 1909
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Credit: Dehnungsgangrän des Coecums bei tiefsitzendem Dickdarmkarzinom ... / vorgelegt von Georg Scharff. Source: Wellcome Collection.
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![aufgetrieben, aber bei weitem nicht in dem Maße wie das Coecum. Es wird sofort beschlossen, die Resektion des gangränösen Coecums sowie des gefährdeten Colon ascendens auszuführen. Abtrennung deslleum zwischen zwei Darmklemmen etwa handbreit vor der Valvula iliocoecalis; Versorgung des zugehörigen Mesenteriums. Dann wird das Coecuni mitsamt dem langen, bis ins kleine Becken reichenden Wurmfortsatz und das Colon ascendens stumpf freigemacht bis zur Abknickungs¬ stelle. Versorgung und Abbindung des Mesocolons. Durchtrennung an der Flexura hepatica zwischen zwei Klemmen. Das hintere Peritonealblatt wird durch einzelne Nähte wieder vereinigt. Da an der Flexur ein blinder Verschluß sehr ungünstig liegen würde, wird noch ein Stück Darm, etwa bis zur Mitte des Colon transversum reseziert und das periphere Ende durch doppelreihige Serosanaht blind geschlossen. Hierauf wird der übrige Dickdarm abgesucht und an der Flexura sigmoidea ein sehr hartes, stenosieren- des Karzinom gefunden. Um die Operation möglichst schnei] zu beenden, wird das untere Ileumende nach blindem Verschluß side to side in die Flexura sig¬ moidea, die wegen ihres ziemlich langen Mesocolons leicht hervorgezogen werden kann, unterhalb des Tumors mittels Murphyknopfes eingepflanzt. Anlegung einer kleinen Öffnung im linken Hypochondrium für die Tamponade an entsprechender Stelle wie rechts. Dort, an der ersten Incisionsstelle wird nun auch das Peritoneum eröffnet und ein Jodoformtampon ein¬ geführt. Schluß der medianen Bauchwunde durch Silberdraht und einzelne Katgutknopfnähte. Hautnaht. Patientin wird mit gutem Puls ins Bett getragen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30613929_0009.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)