Ueber einen Fall von Hepatomphalos s. Hernia funiculi umbilicalis : Inaugural-Dissertation der medicinischen Facultät zu Königsberg in Pr. zur Erlangung der Doctorwürde in der Medicin, Chirurgie und Geburtshilfe vorgelegt und öffentlich vertheidigt den 31. März 1888, Mittags 12 Uhr / von Albert Wittig ; Opponenten E. Czaplewski, A. Wollenberg.
- Wittig, Albert, 1862-
- Date:
- 1888
Licence: Public Domain Mark
Credit: Ueber einen Fall von Hepatomphalos s. Hernia funiculi umbilicalis : Inaugural-Dissertation der medicinischen Facultät zu Königsberg in Pr. zur Erlangung der Doctorwürde in der Medicin, Chirurgie und Geburtshilfe vorgelegt und öffentlich vertheidigt den 31. März 1888, Mittags 12 Uhr / von Albert Wittig ; Opponenten E. Czaplewski, A. Wollenberg. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
25/36 (page 25)
![Hiefür s])riclit gewiss auch der ungewöhnliche Abstand des Dotterbläschens von der Insertionsstelle der Nabelschnur in die placenta. Derselbe betrug 16 cm und ist von Stern unter 100 Fällen excentrischer Insertion überhaupt nur zehn Mal in ähnlicher Länge gefunden worden, darunter nur ein einziges Mal, wo gleichzeitig eine unserem Falle entsprechende Länge der Nabelschnur vorhanden war. Das Verhäitniss ist nämlich 16 und 31 cm zu 14 und 30 cm. — Dass aber die Anspannung gerade des freien peripheren Endes solche Kesultate lieferte, ist ein Beleg für die ab- norme Dauerhaftigkeit des Ductus im Allgemeinen, Andererseits gehen wir vielleicht nicht fehl, wenn wir die im Gegensatz zu jener Länge auffallende Kürze der Nabelschnur, die ca. 18 cm hinter dem Durchschnitts- mass zurücksteht, durch Einschränkung ihres bequemen Längenwachsthums in Folge Resistenz des in seiner Aus- delmung nicht gleichen Schritt haltenden, fötalen Endes des ductus entstanden denken. Durch die Spannung wurden gleichzeitig die Gefässe verhindert, sich normaler Weise gestreckt zur Placentar- mitte einzustellen. Die Amnionblase drückte vielmehr auf die dem peri])heren Dottergangsstück gegenüberliegende Seite derselben und presste sie mit der vom Amnion frei ge- bliebenen FJäche weiter als gewöhnlich an die Placenta an. Erst später, als bei der Kürze der Nabelschnur die Schwere des Embryo Gelegenheit fand, sich durch directen Gegenzug geltend zu machen, haben sich wahrscheinlich die Gefässe bis über ihre erste Verzweigungsstelle hinaus von der Placenta gelockert. So entstand die scheinbar primäre Gabelung der Gefässe vor der Insertionsstelle. Die S])annung am ])lacentaren Ende des Ductus setzte sich nun natürlich längs seines übrigen Verlaufes auf das fötale Ende fort. Da der Sectionsbefund indessen keine sichtbaren Veränderungen am Darmkanale ergeben hat und](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22302530_0027.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)