Ueber einen Fall von Hepatomphalos s. Hernia funiculi umbilicalis : Inaugural-Dissertation der medicinischen Facultät zu Königsberg in Pr. zur Erlangung der Doctorwürde in der Medicin, Chirurgie und Geburtshilfe vorgelegt und öffentlich vertheidigt den 31. März 1888, Mittags 12 Uhr / von Albert Wittig ; Opponenten E. Czaplewski, A. Wollenberg.
- Wittig, Albert, 1862-
- Date:
- 1888
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Credit: Ueber einen Fall von Hepatomphalos s. Hernia funiculi umbilicalis : Inaugural-Dissertation der medicinischen Facultät zu Königsberg in Pr. zur Erlangung der Doctorwürde in der Medicin, Chirurgie und Geburtshilfe vorgelegt und öffentlich vertheidigt den 31. März 1888, Mittags 12 Uhr / von Albert Wittig ; Opponenten E. Czaplewski, A. Wollenberg. Source: Wellcome Collection.
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![gab. So wucherte sie, möglicherweise darin noch durch die zu der Zeit gewöhnliche Bauch- oder Seitenlage des Embryo begünstigt, mit ihrem rechten Trappen auf natür- lichem Wege in die ])räformirte Höhle im Nabelstrang vor den Gelassen hinein. In dem Widerstande seitens der lixirten Darmschlingen, zugleich auch in Zerrungen seitens des Bruches von aussen her, als er an Volumen bedeutend zugenommen hatte, sehe ich zugleich eine Erklärung für die abnormen Tlieilungen und die eigenthümliche Configuration der im Abdomen zurückgebliebenen Theile der Leber. Der im Bruchsack befindliche Theil musste sich den mehr weniger einengen- den Nabelschnurgeweben anpassen. Endlich riss nun der Dotterstrang unter dem Eintiuss der Spannung an beiden Enden, in Folge deren sonst wohl seine Obsolescirimg befördernde Momente um so besser in Kraft treten konnten. Dazu möchte ich z. B. rechnen: die allmählich zunehmende Einengung der Nabelstrang- scheide durch die wachsende Eruchtwassermenge, zugleich Seitendruck diu^cli die im Gegensatz dazti sich erweiternden und ungemein nmskulös verdickenden ümbilicalgefässe. Ferner die Dehnung des Dottergangs in Folge ungleich stärkeren Längenwachsthums letzterer. Während der Dotter- gang nämlich, wenn er ausgedient hat. sogar ganz zu wachsen aufhört, weil die Dottergefässe obliteriren, führt das Wachsthum der Nabelgefässe schon von der Mitte des zweiten Monats an zu zahlreichen gleichzeitig den Dotter- gang einengenden, geAvöhnlich vom Embryo nach rechts gegen die Placenta fortschreitenden S])ira.ltouren der Gefässe um ihre, und der Nabelschnur überhaupt imi die eigene Achse. Ausserdem glaul)e ich ist der Umstand nicht ganz ohne EinllusS; dass das Bindegewebe der Allentois, in dem fler Dottergang eine Zeit lang wie in einer Ftu^clie liegt, ihn immer straffer umwächst und einschnürt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22302530_0029.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)