Ueber einen Fall von Hepatomphalos s. Hernia funiculi umbilicalis : Inaugural-Dissertation der medicinischen Facultät zu Königsberg in Pr. zur Erlangung der Doctorwürde in der Medicin, Chirurgie und Geburtshilfe vorgelegt und öffentlich vertheidigt den 31. März 1888, Mittags 12 Uhr / von Albert Wittig ; Opponenten E. Czaplewski, A. Wollenberg.
- Wittig, Albert, 1862-
- Date:
- 1888
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Credit: Ueber einen Fall von Hepatomphalos s. Hernia funiculi umbilicalis : Inaugural-Dissertation der medicinischen Facultät zu Königsberg in Pr. zur Erlangung der Doctorwürde in der Medicin, Chirurgie und Geburtshilfe vorgelegt und öffentlich vertheidigt den 31. März 1888, Mittags 12 Uhr / von Albert Wittig ; Opponenten E. Czaplewski, A. Wollenberg. Source: Wellcome Collection.
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![lieh eiugerissenen Amnion und Chorion. eingebettet in dem den Zwischenraum ausfiülenden, embryonalen Schleim- gewebe, das gelbweisse, flache, linsengrosse Dotterbläschen noch gut zu erkennen. Längs der Strecke dazwischen liessen sich bei genauerem Zuschauen aucli Spuren vom Ductus omphalomesentericus verfolgen. Bei der Trennung der beiden Eihäute blieb diis Bläschen fest an der Aussen- fläche des Amnion haften. Die Feststellung weiterer That- sachen hinderte zunächst das Leben des Kindes. Mit kräftigem Schreien hatte es seine Umgebung be- gTüsst und entleerte kurz nach dem ersten Bade eine reich- liche Menge meconimn, zum Beweise, dass die Durch- gängigkeit der Darmhöhle durch die beschriebene Deformität nicht beeinträchtigt war. L^rin blieb zunächst aus, wurde aber um die Mitte des nächsten Tages in mässiger Menge imd stark saturirter, trüber Lösung durch einen feinen elastischen Katheter entleert. Der Bruch schien zunächst auf mässigen Druck wenig empfindlich, wurde es aber trotz sorgfältiger Verpackung in lose aufgelegten Wattebäuschen, ausgesprochen in den nächsten Tagen, wo sich bald eine immer deutlichere Demarkationslinie an der Basis bildete. Die Transparenz seiner Bedeckungen .schwand unter dem Einfluss eines zu Unterst beständig aufliegenden l'arboloelläppcliens bald vollständig und machte erst einer feuchtglänzonden, gleicli- mässig schmutziggrauHii Färbung und runzlichen Faltung Platz. Später wurden die Hüllen, gleich als ob sich eine Pseudomembran gebildet hätte, dunkler und lockerten sich gleichzeitig. Am tiebenteii Tage ]»ust partum zeigten sich einzelne Pemphigusbläschen am scrotum und G-esicht, eine am linken Fusse. Dieselben verschwanden indessen ausser letzterer in der nächsten Zeit. Während das Belinden der Mutter im Verlauf des](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22302530_0011.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)