Die experimentelle Chemotherapie der Spirillosen (Syphilis, R ückfallfieber, Hühnerspirillose, Frambösie) / von Paul Ehrlich und S. Hata; mit beiträgen von H.J. Nichols, J. Iversen, Bitter, und Dreyer, mit 27 Textfiguren und 5 Tafeln.
- Paul Ehrlich
- Date:
- 1910
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Credit: Die experimentelle Chemotherapie der Spirillosen (Syphilis, R ückfallfieber, Hühnerspirillose, Frambösie) / von Paul Ehrlich und S. Hata; mit beiträgen von H.J. Nichols, J. Iversen, Bitter, und Dreyer, mit 27 Textfiguren und 5 Tafeln. Source: Wellcome Collection.
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![Schlußbemerkang< ] 25 ceptor der Spirillen primär rerankert, dessen Vorhandensein man aus den Erfolgen der .Jodt lienipie l>ei Syphilis bereite vermuten kom Es wurde aber das weitere Studium der Balogendemate lassen, weil es sich zeigte, daß die Einführung von Amidoresten in Orthostellung zur Hydroxylgruppe ein entherapentischei Maximum darstellte. So entstand das Präparat 606, das Dioxy- diamidoarsenobenzol, dessen Synthese, wie aus dem Geschildi hervorgeht, keine ganz einfache war. Es darf wohl in dieser Beziehung darauf hingewiesen werden, daß nach dem Arseno- phenylglycin, welches in der Reihe der geprüften Arsenikalien die Nummer 418 trägt, fast 200 und häufig sehr komplizierte Derivate der Phenylarsinsäure hergestellt und biologisch und therapeu geprüft werden mußten, bevor das optimal wirksame Produkt. Nr. 606, synthetisiert werden konnte. b) Chemotherapie der Trypanosomenerkrankungen und ihre Konsequenzen. Übertragung auf SpirÜlenerkrankimgen. Wie allgemein bekannt ist, habe ich im Verein mit meinen Mitarbeitern meine Studien hauptsächlich an Trypanosomen an- gestellt, und zwar einerseits, weil gerade diese Parasiten durch ihre biologischen Eigenschaften dem Studium besondere Vorteile •darbieten, und dann vorwiegend aus dem Grunde, weil es möglich ist, gerade bei diesen Infektionen die Versuche an den verschieden- sten Tierspezies durchzuführen, und dies sogar bei einigen von ihnen — Mäusen und Ratten — in sehr großem Maßstabe. Ich verzichte hier darauf, näher auf die Tierversuche einzugehen. Aus ihnen geht hervor, daß im Gegensatz zum Atoxyl bei Mäusen schon mit relativ einfachen Derivaten der Arsanilsäure, insbesondere dem Acetylprodukt der ParaoxybenzylidenVerbindung, dem Harn- stoff derivat, Tiere selbst bei schwerer Infektion durch eine einmalige Injektion dauernd sterilisiert werden können. Dagegen versagen alle diese Stoffe bei Infektionen, die mit arsenfesten Stämmen 1) In diesem Zusammenhang sei vielleicht an die bekannten Versuche Baumanns erinnert. Nach diesen paaren sich die halogenierten Benzole im Körper des Hundes mit dem Cystinrest, während das Benzol selbst und seine Homologen sich nicht so verhalten. Es ist dies ein Hinweis darauf, daß ha der Tat bestimmte chemische Reste imstande sind, mit halogenierten Verbindungen chemische Synthesen einzugehen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2102585x_0143.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)