Die experimentelle Chemotherapie der Spirillosen (Syphilis, R ückfallfieber, Hühnerspirillose, Frambösie) / von Paul Ehrlich und S. Hata; mit beiträgen von H.J. Nichols, J. Iversen, Bitter, und Dreyer, mit 27 Textfiguren und 5 Tafeln.
- Paul Ehrlich
- Date:
- 1910
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Credit: Die experimentelle Chemotherapie der Spirillosen (Syphilis, R ückfallfieber, Hühnerspirillose, Frambösie) / von Paul Ehrlich und S. Hata; mit beiträgen von H.J. Nichols, J. Iversen, Bitter, und Dreyer, mit 27 Textfiguren und 5 Tafeln. Source: Wellcome Collection.
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![Chemotherapie der Spirilloeen, '.',] leicht möglich, daß man ein solch leicht« !'■ i div das icl submikroskopisches Rezidiv nennen möchte manchmal über .sieht, wie ich schon oben ausgeführt habe. Daß nach einei schwachen,, mikroskopisch nicht nachweisbaren [nfektion Immunität entsteht, ist schon von verschiedenen anfielen Au- toren (z.B. Manie 11 l'el) angegeben. Ich nehme daher an, daß bei den Ratten Nr. 5, 35 und wohl auch :'»:i ein Bubmikroekop Rezidiv vorgelegen hat. Noch einen weiteren Versuch, in dem Ratten mit einer in- zwischen virulenter gewordenen Spätpassage geimpft und mit. dem Dioxydiamidoarsenobenzol behandelt wurden, möchte ich hier anführen (Tabelle XVIII). Bei der Bestimmung der Grenzdose tritt bei den Ratten die individuelle Verschiedenheit noch mehr zutage als bei den Mäusen und in jedem einzelnen Versuch fallen die Resultate ungleichmäßig aus. Immerhin kann ich auf Grund zahlreicher Versuche die Dosen von 0,06—0,08 als die zur dauernden Sterilisierung ausreichenden Q Dosen bezeichnen. Infolgedessen gestaltet sich das Verhältnis -= bei Ratten etwas besser als bei Mäusen, weil die Ratte eine relativ große Dosis verträgt. Wendet man von dem Dioxydiamidoarsenobenzol eine ge- nügende Dosis als Schutzmittel an, d. h. behandelt man mit der Substanz einige Zeit vor der Infektion, so kann man stets mit Sicherheit die Infektion unterdrücken. Um zu sehen. wie lange diese Schutzwirkung dauert, wurde eine Reihe von Ratten mit dem Mittel behandelt und in verschiedenen Zeitabständen in- fiziert. Die Resultate sind in Tabelle XIX niedergelegt. Aus dieser Tabelle ersieht man, daß 48 Stunden nach der Behandlung das Mittel noch in voll wirksamen Mengen im Tier- körper zurückgehalten Avird und diesem Schutz verleiht, so daß die Infektion gar nicht angeht. Mit der Zeit wird diese Schutz- wirkung abgeschwächt; so kommt bei einer Infektion nach 3—5 Tagen die Krankheit zwar zum Ausbruch, sie tritt aber nur sehr schwach auf und verläuft ohne Rezidiv. Bei einer Infektion 7 Tage nach der Schutzbehandlung tritt dann später auch das Rezidiv auf, wenngleich in ganz leichter Form. Selbst bei der 10 Tage später vorgenommenen Infektion ist noch ein Unterschied in der Stärke der Rezidive zwischen den behandel-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2102585x_0049.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)