Die hippokratische schrift von der siebenzahl und ihr verhältnis zum altpythagoreismus : ein beitrag zur geschichte der ältesten philosophie und geographie / [Wilhelm Heinrich Roscher].
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1919
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Credit: Die hippokratische schrift von der siebenzahl und ihr verhältnis zum altpythagoreismus : ein beitrag zur geschichte der ältesten philosophie und geographie / [Wilhelm Heinrich Roscher]. Source: Wellcome Collection.
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![die Weltkarte der Babylonier mit ihren 7 nagu sowie an deren 7 tubukati16), die Siebenteilung der Erde im 4. Buche Esra 6, 42, an die 7 keshvars der Parsen, die 7 akälim der Araber, die 7 xXC[iccra des Ptolemaeus17), endlich an die 7 Teile der Oikumene des Rabbi David Kimchi (Comment. in Psalm. 87) im 13. Jahrh., als deren mittelster Palästina mit dem Zentrum (Omphalos) Jerusalem erscheint (Roscher, Omphalos S. 24h; Marinelli, Die Erdkunde b. d. Kirchen¬ vätern, deutsch von Neumann S. 76 Anm. 44). *» Die allergrößte Ähnlichkeit mit der Erdkarte des heb- domadischen Kosmologen verrät aber die ägyptische Welt¬ karte, welche uns in dem hermetischen Traktat K6qt] xo6[iov bei Stob. Ecl. I, 49 (= I, 411, 3 ff. Wachsm. = I p. 302 Mein.) überliefert ist, wie m. W. zuerst Boll (Lebensalter S. 5of.) gesehen hat. Auf die Frage ihres Sohnes Horos, • • warum die außerhalb des heiligen Ägyptens wohnenden Menschen nicht so begabt seien wie die Ägypter, antwortet seine Mutter Isis. Die [nach ägyptischer Anschauung] als männliches Wesen vorgestellte Gottheit der Erde liegt im Mittelpunkt des Alls wie ein Mensch, der zum Himmel em¬ porschaut, und ist in ebenso viele Teile geteilt, als der Mensch Glieder hat, nämlich sieben. Ihr Haupt liegt gegen Süden (I), ihre rechte Schulter gegen Osten (II), ihre linke gegen Westen (III)18); unter dem Bären, d. h. im Norden, die Füße, und zwar der rechte unter 16) A. Jeremias, Die Bibel im Lichte d. alt. Or.2 S. 16. Zimmern b. Schräder, D. Keilinschriften 3 S. 616, 2. Hehn b. Roscher, D. Om- phalosgedanke S. iof. 17) Roscher, Abh. I S. 10 Anm. 9. 18) Derselbe Gegensatz von rechts (== östlich) und links (= west¬ lich) kommt auch vor in der Lehre der Pythagoreer; vgl. Diels, Vor- sokratiker I S. 276, 44f. 277, 3 f. u. 6f. Simplic. z. Aristot. a. a. 0. p. 391, 3off. Heiberg. S. Heidel in Class. Philology X (1915) S. 227, der mit Recht annimmt, daß auch die Pythagoreer rhad in mind a person lying on his base, with his head to the south, his feet to the north, and his right and left hands extending respectively east and west’.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29979109_0017.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)