Die hippokratische schrift von der siebenzahl und ihr verhältnis zum altpythagoreismus : ein beitrag zur geschichte der ältesten philosophie und geographie / [Wilhelm Heinrich Roscher].
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1919
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Credit: Die hippokratische schrift von der siebenzahl und ihr verhältnis zum altpythagoreismus : ein beitrag zur geschichte der ältesten philosophie und geographie / [Wilhelm Heinrich Roscher]. Source: Wellcome Collection.
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![dem Schwanz (IV), der linke unter dem Kopf des Bären (V), die Schenkel in dem Teil, der nach dem Bären (d. h. von ihm gegen Süden zu) kommt (VI), die Mitte (VII xagdia, d. h. Ägypten) in der Mitte (xa d£ [ieöa ev xolg ueöoig).19) Daraus werden dann, ähnlich wie im 11. Kapitel von 7t. eßdo^iadcov, die Eigenschaften der einzelnen Völker der Erde abgeleitet: 1) Die Südvölker (ot voxtatot), die auf dem Haupte der Erde wohnen20), sind eoxogvcpot xal xaXXCrQt- %eg. — 2) Die (rechtsarmigen) Ostvölker (ol aTtrjXtaxixoC) werden charakterisiert als Ttgog [icc%r]v 7tQÖ%eiQOL xal xo\ixoi. — 3) Die (linksarmigen) Südwestvölker {oi ev xd5 Xtßt) sind aöcpaXsig xal cbg 87tl xo TtXelöxov aQ löxeq 6[ia%cn xal böov aXXoi xco de<gL(p [leget eveQyovötv avxol x<p evcovv^Kp JCfjoöxt- d'eiievot. Hierzu bemerkt H. Philipp auf Grund von Mit¬ teilungen Sieglins, daß hier offenbar eine recht alte ägyp¬ tische Vorstellung vorliegt. Die im Osten vorhandenen Völ- ker sind tüchtige Kämpfer und treffliche Bogenschützen: der Grund dafür ist die Übung der rechten Hand; die Südwest¬ bewohner sind dagegen vorsichtig und fechten meist mit der Linken (vgl. Müller, Asien und Europa S. 374: Schild in der Rechten, Schwert in der Linken). Schon Philipp (Wochenschr. f. klass. Philol. 1913 Nr. 24 Sp. 666f.) hat daraus 19) Eine ähnliche Siebenteilung der menschlichen Gestalt (Adams) nach geographischen und ethnographischen Gesichtspunkten findet sich bei Fabricios, Cod. Pseudepigr. Vet. Test. Hamburg 1722 vol. II p. 41: Raf Oschaia refert ex ore Raf, Adami primi corpus [= ttcopod;] fuisse desumtum e Babel (I), caput (II) e fundo Israelitico , membra sive manus (III u IV) et pedes (V u. VI) e regionibus reliquis, denique nates (VII) ex Acra Agmae secundum sententiam R. Achae. Vgl. dazu Roscher, Der Omphalosgedanke bei verschied. Völkern, be- sond. d. semitischen S. 46 Anm. 80. — Wahrscheinlich beruht obige Legende auf der Tendenz, die Ansprüche der verschiedenen Länder auf den Besitz Adams miteinander auszugleichen. 20) cVVie das Haupt des Erdkörpers nach Süden gewendet ge¬ dacht wird, so ist überhaupt Süden die Himmelsgegend, welcher der Ägypter das Gesicht zuwendet; von Süden nach Norden, von Osten nach Westen geht für ihn die Aufzählung der Himmelsgegenden’ usw.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29979109_0018.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)