Die hippokratische schrift von der siebenzahl und ihr verhältnis zum altpythagoreismus : ein beitrag zur geschichte der ältesten philosophie und geographie / [Wilhelm Heinrich Roscher].
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1919
Licence: In copyright
Credit: Die hippokratische schrift von der siebenzahl und ihr verhältnis zum altpythagoreismus : ein beitrag zur geschichte der ältesten philosophie und geographie / [Wilhelm Heinrich Roscher]. Source: Wellcome Collection.
84/126 (page 76)
![wir dem Aristoteles [fr. 196] bei Porphyr, v. Pyth. 41 (=Diels, Yorsokr. I, 279, 21 ff.). Es lautet: sXeye de uva xai avöuxtp tQÖJtG) 6v[ißoXncä)s, oc drj eitl TtXeov Aq 16roteXyjg äveyqajpev, olov du tr}v frocXarrav ytev hxdXei eivut (Kqovov} daxqvov, rag de äqxrovg '’Peag %elqag, rrjv de IJXeidda Movö&v Xvqav, rovg de 7t Xavrjr ag xvvag rijg Ueqöetpövrjg x. r. X. Das¬ selbe bezeugt auch der noch vor Kallimachos blühende Gram¬ matiker der alexandrinischen Zeit Epigenes, der nach Clem. Al. Strom. I, 21 p. 397 u. V, 8 p. 675 P. eine Schrift Tteql rrjg eig 'Oqtpea (oder ■Ögcpecog) itoitföewg verfaßt hatte , worin namentlich die Ausdrücke der orphischen Symbolik erläutert und die Karaßaötg eig Atdov und der leqog Xöyog dem Pythagoreer Kerkops und die ®v6ixa dem ebenfalls der pythagoreischen Schule angehörigen Bro(n)tinos zugeschrieben wurden. Es heißt dort nach Erwähnung rein orphischer 6v[ißoXcc wie xeqxtdeg, xaytTtvXo^Qcoreg (== dqorqot)^ örrßiovsg (= avXaxeg\ daxqva Aiog (= d^ßqog): ravra (roiavta Lobeck, Agl. 837) xal ol JTuff ccy6q e 101 tjvCoöovro Oeqöetpovrig (.1 ev xvvag rovg 7t Xavrjr ag, Kqovov de daxqvov rijv fraXaööav. Wir haben demnach den Ausdruck xvveg für alt- und echtpythagoreisch zu halten, weil er offenbar aus orphischer Anschauung stammt und wahrscheinlich schon von Pythagoras selbst gewählt worden ist. Was die zugrunde liegende Vorstellung betrifft, so habe ich schon längst in meiner Schrift über Selene u. Verwandtes S. 119h darauf hin¬ gewiesen, daß bei den Orphikern und den Pythagoreern, z. B. bei Epicharmos, Persephone mit Hekate, der Hunde¬ göttin, gleichgesetzt und daher als Mondgöttin aufgefaßt worden ist. Daß aber in diesem Falle nicht wie bei unserem Hebdomadiker unter den Planeten bloß Sonne und Mond, sondern auch die übrigen 5 Planeten (die jener noch nicht kannte und benannte) zu verstehen sind, ist leicht begreiflich zu machen. Deun da der Mond selbst als Persephone-Hekate gefaßt werden muß, aber der 'Planet’ Sonne nicht genügt, um den Plural xvveg verständlich zu machen, so bleibt nichts anderes übrig, als ihn auf die Sonne und die übrigen 5 Irr-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29979109_0084.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)