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Credit: Medicin / von Julius Jolly. Source: Wellcome Collection.
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![(»Penisgeschwür«) ein Auswuchs an den Genitalien, der einem Hahnenkamm gleicht, mit anglichen sich übereinander ansetzenden schleimigen und sehr haften Geschwuren die schwer heilbar sind. Die Geschwulst ist vollständig auszuschneiden und zu brennen, oder man reibe sie mit einem Extract von berberis asiatica, Kealgar und anderen Arzneien ein (M 288f.- Bh 2 4 i4f.- y- 639-43)- Nach Dutt, Nidäna 169 f. wäre unter ///^-«r/^r//Syphilis,'unter /w^arsas Würzen zu verstehen. Die bei Su. 2, 2, 11 vorkommenden «r/a. hat_ sdion Häser mit der Syphilis identificirt. Sie entstehen aus verdorbenem l'leisch und Blut am Penis, beginnen mit Jucken, dann entsteht durch Kratzen eme Wunde, an der sich aus verdorbenem Fleisch entstehende, schleimiges Blut aussondernde, wulstige Auswüchse innen (in der Eichel, D.) oder an der äusseren Haut bilden, den Penis und die Potenz zerstören. Ahnliche übel- riechende Auswüchse in der Vagina heben die Menstruation auf. Offenbar ist mit ars'as, äfigärsas und lingavarti die gleiche Krankheit gemeint, ob aber die Syphilis, ist ebenso zweifelhaft, wie bei den vedischen Krankheitsnamen, die Bloomfield^ auf Syphilis bezieht, wenn auch die obigen Symptome (hahnen- kammartig U.S.W.) allenfalls auf syphilitische Condylome bezogen werden könnten. Sicher ist die Bedeutung «Syphilis« für die Krankheit phiranga, phiranga- roga, phirangäviaya »die Frankenkrankheit«, die aber erst in Schriften des 16. Jahrhunderts auftritt, besonders Bh. 4, 50 —2^ zwischen den Beulen und den Pocken. Dort wird ihr Name daraus erklärt, dass sie in dem Franken- lande {phiraiignsavtjnake dese) d. h. in Europa häufig vorkomme. Sie ist eine Beulenkrankheit (? ^^z«Ä7mrti^ö iviX gandarogaT), die durch körperliche Berührung mit einem////>fl;/o-/« (Europäer) [und besonders, Co.] durch intimen Verkehr mit einer phirangiin (Europäerin) entsteht, und gehört zu den durch äussere Ursachen entstehenden Leiden {ägantitja). i. Äusserer phiranga gleicht der Beulenkrank- heit {vispkota, S 70), macht wenig Schmerzen; wenn die Beulen aufspringen, sind sie wie Wunden zu betrachten und leicht heilbar. 2. Innerer tritt in den Gelenken auf, bewirkt Schmerzen und Schwellung wie Rheumatismus und ist schwer zu heilen. 3. Äusserlich-innerlicher vereinigt die Erscheinungen von I. und 2. und ist schmerzhaft, sehr langwierig und sehr schwer heilbar''. Schlimme Complicationen bei p/dranga sind: Abmagerung, Kräfteverfall, Ein- fallen der Nase, Verdauungsschwäche, Austrocknen und Verkrümmung der Knochen. Äusserer ///. ist heilbar, wenn er noch neu und frei von Compli- cationen ist, innerer ist schwer heilbar, äusserlich-innerlicher unheilbar, wenn der Kranke entkräftet ist und Complicationen auftreten. Als Hauptmittel gegen p/i. erscheint Quecksilbers {pärada, karpürarasa), besonders innerlich, z. B. in einer Pille mit Weizen, die ohne die Zähne zu berühren, mit Wasser hinuntergeschluckt wird, aber auch äusserlich als Räucherungsmittel oder in- dem man es zwischen den Händen verreibt. Salziges und Saures darf nach dem inneren Gebrauch nicht genossen werden, auch muss man Anstrengungen, Hitze, Marschieren und besonders sexuellen Verkehr vermeiden. Ein weiteres Speci- ficum für phiraiiga ist cobadnl, copaclnJ, noch jetzt als Chobchini ein bekanntes Syphilismittel in Indien, das nach Bh. i, i, 168, offenbar nach seiner ausländi- schen Herkunft, auch dvtpäntaravacä heisst. Es ist Sarsaparille, die Wurzel von Smilax, gemeint, die zuerst um 1535 den Portugiesen in Goa als Mittel gegen Lues durch chinesische Händler zugekommen sein soll* und auch in Europa erst seit dem 16. Jahrhundert bekannt ist. Die Berliner Hs., in der phiranga beschrieben wird 7, scheint ein Excerpt aus Bh. zu sein^ Die euro- päische Herkunft des phiranga ist nach Obigem nicht zu bezweifeln. Impotenz, Jdaibya, zerfällt nach C. 6,30,63 in 4, nach H. 709^359 in 5, nach Su. 4, 26, 7ff. in 6, nach Bh. 3, 2i8f. in 7 Arten. Sie ist entweder angeboren, oder erworben durch Genuss saurer, salziger, trockener oder un-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21463335_0112.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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