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Credit: Medicin / von Julius Jolly. Source: Wellcome Collection.
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![Vägbhata et l'Astäiigahrdayasamhitä (Besancon 1896, 17 S.); JOLLY, Zur Quellen- kunde der indischen Medizin, i. Vägbhata. ZDMG. 54, 260—74. — 2 Nach der auch den Co. des Ar. enthaltenden Ausgabe von A. M. Kunte (2. Aufl. Bombay 1891, 3. 29, 51, 58S S.). Von den sonstigen zahlreichen Ausgaben behält auch die erste Auflage der KuNTE'schen (Bombay 1880, 2 Bde.) ihren Wert durch den in der zweiten fehlenden Wortindex (sabdTvmkramanika); sehr brauchbar ist auch die neue, nur den Text, aber einige vv. 11. enthaltende Ausgabe von Sankarasastri (Bombay 1900, 792 S. 12). — 3 Vgl. CoRDlER, Quelques donnces 4; JoiXY, 1. c. 262. Während des Druckes erhalte ich eine neue Arbeit von Dr. Cordier über Vägbhata (JA. 1901), in der dieser Autor nun mit einem etwas sagenhaften Hofarzt des Königs Bhoja, Vaidya Vägbhata, bei Merutunga identificirt und daher in das II. Jahrhundert gesetzt wird. Die sonstigen Thatsachen, namentlich die authentischen autobiographischen Angaben Vägbhatas, lassen sich mit dieser Iden- tificirung schwer vereinigen. — 4 Nach CoRDlER, 1. c, im 13. Jahrhundert, doch sprechen die von ihm gesammelten Daten wohl für noch frühere Abfassung. Uber den von Ar. citirten, also sicher noch älteren Cömmentar des Candranandana (nicht Candränanda) s. CoRDiER 1. c. — 5 ed. Gane^a Tarte (Bombay 18S8, 2 Bde, 6, 306, 421 S.). — ö Vgl. Laufer, Beitr. P, 13. § 7. Ätreya-Härlta. — Ätreya, d. h. der Sohn des Atri, auch Punar- vasu genannt, ist ohne Frage einer der berühmtesten medicinischen Rsis; so wird er schon in der Bowerhs. i,8 als der erste der mit der Aufsuchung und Prüfung der Heilkräuter beschäftigten Weisen der Vorzeit genannt, ähnUch S. I, I, A. I, I, 2, auch C. I, I, 3. Gleich nach Ätreya nennt die Bowerhs. Hanta. Insofern könnte die Annahme begründet erscheinen, dass uns in der dem Ätreya oder HärTta (H.) zugeschriebenen Saiphitä das älteste medicinische Werk erhalten sei\ Andrerseits ist aber der Name allein nicht beweisend, und speciell unter den angesehenen Namen des Ätreya und Härlta bergen sich auf dem Gebiete der Rechtslitteratur mehrere moderne Fälschungen^. Haas erklärt die medicinische Ätreya-Samhitä »für die erbärmlichste Schmie- rerei auf diesem Gebiete«^. Doch sind die beiden Gründe, die er hierfür hauptsächlich anführt: die Theorie von der Erbsünde und das Vorherrschen unsauberer Heilmittel (Urin, Koth u. dgl.) wohl zur Begründung dieses harten Urteils nicht ausreichend, da gerade die Lehre vom karmavipäka (vgl. § 3) und die Anwendung der verschiedensten ekelerregenden Substanzen (s. Kau. Sü.) schon der vedischen Medicin eigentümhch ist. Allerdings sagt H. am Schluss seines Werkes, dass in den vier Weltaltern successive Atri, C., Su. und Väg- bhata die massgebenden Autoren seien, verrät also hierdurch seine Bekannt- schaft mit Vägbhata und die Anteriorität desselben. Doch könnte die Echt- heit dieses Schlussteils angefochten werden, wie überhaupt der Text des H. sehr schlecht überliefert ist und sowohl die Hss. als die Drucke stark diflfe- riren, auch Commentare und alte datirte Hss. ganz zu fehlen scheinen-». Das ganze Werk bedarf noch einer genaueren Untersuchung, immerhin enthält es m semen 6 st/iäna, die freihch von sehr ungleichem Umfang sind, ein voll- ständiges System der Medicin mit vielen eigenartigen Angaben über Krank- heiten und Heilmittel, die daher im Nachstehenden manchmal, doch mit Vor- sicht benutzt sind. I Goldstücker in Mrs. Mannings Ancient and Mediäval India (London 1869) 339-742, wo auch ein kurzer Auszug aus H. gegeben wird. Hierauf gehen wohl auch die analogen Anschauungen bei Sinh Jee 29 zurück. — 2 Recht und Sitte ^ i~ ^ ZDMG. 31, 650. — 4 Vgl. 10. 929 und die beiden, wesentlich ver- schiedenen Ausgaben von Binüd Lal Sen (Calcutta [1887], 32, 420 S.) und Jairam Raghunath (Bombay 1892, mit Gujerati-Übersefzung, 39,8128.). Noch weit stärker dillenrt hiervon die L. 2633 beschriebene «Atreya-samhitä«. Vgl. auch Cordier, Origines 83. ^ ■ & > 8 8 Susruta. — Die Bowerhs. (§ 13) zeigt, dass schon im 5. Jahrhundert Susruta (Su.) nicht nur wie Ätreya und Härita als einer der ältesten Rsis auf dem Gebiet der Medicm, sondern auch als der sagenhafte Autor einer Sclirift](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21463335_0015.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)