Lehrbuch der kystoskopie : Ihre technik und klinische bedeutung / Von Dr. Max Nitze.
- Maximilian Nitze
- Date:
- 1889
Licence: Public Domain Mark
Credit: Lehrbuch der kystoskopie : Ihre technik und klinische bedeutung / Von Dr. Max Nitze. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Augustus C. Long Health Sciences Library at Columbia University and Columbia University Libraries/Information Services, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the the Augustus C. Long Health Sciences Library at Columbia University and Columbia University.
345/378 page 327
![bewafinetem Äuge die Details iiiclit erkennen könnte: man müsste dasselbe desshalb in der später noch anzugebenden Weise vergrösseru. Da das reelle, frei im Lumen des optischen Apparates schwe- bende Bildchen, wie oben ausführlich erörtert, bei verschiedener Entfernung des Objectes seine Lage nur innerhalb ganz geringer Ent- fernungen wechselt, ja für die Entfernungen, die bei der photo- graphischen Aufnahme von Blasenlandschaften überhaupt in Betracht kommen, als feststehend betrachtet werden kann. Avürde sich die Technik der photographischen Aufnahme sehr einfach gestalten, und namentlich das jedesmalige Einstellen der Bilder wegfallen. ]\Ian würde eine Anzahl stöpselartiger Vorrichtungen anfertigen lassen, deren cylindrische vordere Enden gerade in das Eohr des optischen Apparates hineinpassen und so lang sein müssten, da SS ihre freien quer abgeschnittenen Enden mit der Ebene des reellen Bildchens zusammenfielen. Auf diesen glatten runden Flächen, welche das vordere freie Ende der cylindrischen Stöpsel bilden, würde man dann gleichgrosse runde, mit dem Locheisen ausge- schlagene Stücke lichtempfindlichen photographischen Papieres be- festigen. Die Aufnahme selbst würde in folgender Weise vorzunehm.en sein. Xach üblicher Vorbereitung des Kranken wird das Kystoskop eingeführt und zugleich der ganze Untersuchungsraum verdunkelt. Nachdem die Blase besichtigt und das aufzunehmende Object richtig eingestellt ist, wird unter sorgsamer Vermeidung jeder Be- wegung des Instrumentes der Strom unterbrochen, die Lupe abge- nommen und einer der vorbereiteten, am vorderen Ende mit einer lichtempfindlichen Platte versehenen Stöpsel eingeschoben. Nunmehr wird der Strom wieder geschlossen und bei hellleuchtender Lampe exponirt; endlich wird der Strom wieder unterbrochen und der Stöpsel herausgenommen und behufs späterer Entwickelung der Bilder weg- gelegt. Selbstverständlich kann man unmittelbar nach einander die- selbe Procedur mit mehreren Stöpseln wiederholen und auf diese Weise in einer Sitzung mehrere Aufnahmen erzielen. Bis hierher dürfte die Technik der photographischen Aufnahme des kleinen reellen Bildchens A sehr einfach und leicht mit Erfolg auszuführen sein. Wenn ich bisher trotzdem keine derartigen Ver-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211942_0345.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


