Diagnostik der Geisteskrankheiten für praktische Ärzte und Studierende.
- Robert Sommer
- Date:
- 1901
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Credit: Diagnostik der Geisteskrankheiten für praktische Ärzte und Studierende. Source: Wellcome Collection.
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![Untersuchung lies körperlichen Zustande* I 11 Ul 1. L. I). 16,7. 15.5 16. 2. U. 51,2. ln, [R. 23 49'5(L.26, 48. 3. S. 13. 30,3. 29. 31. 4. Qu.D. 15. 14.5. 14.5 5. F. B. 33. » iE:!?: 30. 6. T. P. 15. 13,5. 14. 7. F. N. 12. 11,5. 12. 8. P. N. 12,5. 10,5. 13. Bei I (Schädelsammlung Nr. 1) ist die linke Coronarnaht bis auf 2 Cm. verknöchert, die rechte normal. An der rechten Lambdanaht Worms'sche Knochen. Die Pfeilnaht steht schief von links hinten nach rechts vorn. Die Verlängerung trifft den rechten Canalis lacrimalis. Das rechte Stirnbein und Scheitelbein mehr gewölbt als das linke. II (Schädelsammhing Nr. 2), rechte Coronarnaht völlig verwachsen, linke nur theilweise und undeutlich sichtbar. Linkes Stirnbein mehr gewölbt als rechtes. Pfeilnaht vorn 2 Cm. lang verwachsen, läuft schief nach vorn, von rechts hinten nach links vorn. Die Verlängerung trifft die Mitte der linken Augenhöhle. Die Nase steht schief nach links. III (Schädelsammlung Nr. 8) hat keine wesentlichen Abnormitäten. Es handelt sich also in den ersten beiden Fällen um Verwachsung der einen bezw. im zweiten Fall theilweise auch der zweiten Coronarnaht. Vergleicht man die Zahlen, so stellt sich Folgendes heraus: Der dritte Schädel, welcher in Bezug- auf die Länge die mittlere Stelle einnimmt, zeigt die grösste Länge der Pfeilnaht (13 gegen 12,5 und 10,5 Cm.) und die geringste Länge des Frontalbogens (30 gegen 33 und 32 Cm.). In diesem Zahlenverhältnis scheint sich der Einüuss aus- zudrücken, den die in den ersten beiden Fällen vorhandene Verwachsung einer Coronarnaht auf die Gestaltung des Schädels ausübt. Gleichgiltig, ob man diese Erklärung annimmt oder nicht, ist jeden- falls ersichtlich, dass man durch das Nebeneinander einer beschränkten Zahl von bestimmten Schädelmaassen eine sehr wünsclienswerthe Vergleichbarkeit der Resultate erreichen kann. AVer weniger Gewicht auf die Vergleichbarkeit der Resultate legt, und vielmehr Vollständigkeit der einzelnen Messung im Auge hat, wird am besten aus den Arbeiten v. Toeroetts* Anhaltspunkte erhalten. Um eine Beziehung zu den anthropologischen Messungen zu gewinnen, lassen sich auch die Schädelmaasse zugrunde legen, welche Benedikt'- verwendet hat. Von Messinstrumenten ist neben dem Bandmaass und einfachen Zirkel ein Tasterzirkel nöthig, um Axenbestimmungen bei Körpern mit nicht ebener Oberfläche vorzunehmen. Von sonstigen Messinstrumenten weise ich besonders auf den von Hoclclcr'sehen Kraniometer hin.*** Während alle diese Methoden darauf hinauslaufen, bestimmte Schädel- maasse abzulesen und zu registriren, wird bei der Rieger'schen Projections- Verg] Äurel r. Toeroek, lieber die heutige Schädellehre. Internat. Monatschr. t. Anat. u. l'hysiol. 1892, IX, Heft 2. — I>ie geometrischen Principien der elementaren Schädelmessungen und die heutigen kraniometrischen Systeme 1. c. Heft 8 u. 9. ** Benedikt, Krauiometvie und Kephalometrie. 1888. Zeichenapparat s. pa?. 153. *** Zu beziehen durch Mechaniker H. Strohel in Stuttgart.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21002873_0038.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)