Die Trichinen-Krankheit in Plauen und die Behandlung derselben / von Dr. Böhler.
- Böhler, Julius Jacob.
- Date:
- 1863
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Credit: Die Trichinen-Krankheit in Plauen und die Behandlung derselben / von Dr. Böhler. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![,zu sein. Der Appetit ist gut, die Zunge rein, und Pat. erhält, um deren Kräfte zu unterstützen, beste Kost, Mittags Wein, Abends Bier, was, des frequenten Pulses ungeachtet, durchaus nicht eine auffällige Vermehrung desselben erregte, wie wir bei den anderen Kranken auch schon zu beobachten Gelegenheit hatten. Ich hätte unter solchen Umständen wohl unverändert mit Arsen fortfahren sollen; um aber auch andere Mittel in ihrer Wh'kung auf diese Krankheit zu prüfen, insbesondere die von Triuks mir brieflich vorge- schlagenen Mittel, wählte ich am 12. April Snlphur, der m semem Symptomen-Verzeichnisse viele passende allgemeine, und besonders auch Schenkelsymptome aufweist. Es ge- schah dies aber ohne Nutzen damit zu erzielen. Beim Drange der Umstände, durch einen so schweren Kranklieits- fall geboten, war nicht Zeit zu verheren mit einem nicht ganz genau passenden Mittel. Ich zog vor, am 14. ^im\ schon die passendere Digitalis in Gebrauch zu nelmien, zumal heute die Respü-ation erschwert war, Schmerzen in der rechten ünterrippenwaud geklagt wurden, Opressio pectoris und ein trockener Kutzel - Husten auftraten, was an entzündhche Brustaifection denken hess, wie Pat. eine solche in der hnken Seite G Wochen vor ihrer jetzigen Krankheit überstanden zu haben meinte. Sie erhielt Digi- talin Vioo gr. V. 2 M. täghch. Am 15. April kehrte der Husten öfter wieder, imd wurden damit grünlichgelbe, mitmiter blutige Sputa ge- fördert, was auf eine neue entzündliche Aftection der Lunge schliessen Hess. Das Blut schien aber nicht frisch, eher wie in der Nase oder im Halse verhaltenes. Am 16. machte sich ein wilder Ap])etit auf Saueres geltend, der, da eben keine Verschlimmerung im Befinden als Contraindicalion vorlag, mit einer Wenigkeit Kartoffelsalat gestillt wurde. Sie mochte zu viel davon gegessen haben, oder die Erlaubniss dazu doch am unrechten Platze gewesen sein, denn Pat. befand sich schlecht darnach und bekam Qual, üebelkeit und Er- brechen des Genossenen. Die Besorgniss, dass der seit 2 Tagen verhaltene Stuhlgang etwa auch zu dem Nicht-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22286585_0064.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)