Vorlesungen über Kinderkrankheiten : ein Handbuch für Aerzte und Studirende / von Eduard Henoch.
- Henoch, E. (Eduard Heinrich), 1820-1900.
- Date:
- 1899
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Credit: Vorlesungen über Kinderkrankheiten : ein Handbuch für Aerzte und Studirende / von Eduard Henoch. Source: Wellcome Collection.
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![gomeinon (liiiiklc K’(Uli(>, di(‘ besonders stark an den plalli'n Scliädel- knoclien liervoi'irilt; ilire scharfen Kanten und l'jcken sind abgcsi-iiinpft mul abgerundet, die Köbrenknodien verkürzt, walzenfürniig gerundet, an den E[ji|)bysen kolbig veriliekt, in ihrer Länge verschiedenartig geki'üiriint mul geknickt. Ihre Consistenz ist bedeutend vermindert, so dass man ohne Miilie Ein- und Durchsclinitte durch das Knochcngewcbc machen, ja die Diaphysen mitunter, als wären sie aus Wachs geformt, biegen kann. ])as Periostcum ist verdickt und hy[)erämisch, scliwer ablösbar vom Knochen, wobei nicht selten Knochenfragmente an ihm haften bleiben. Die Consistcnzverminclerung zeigt sicli am deutlichsten an den Schädelknochen, die beim Durchsägen zugleich einen hohen Grad von Hyperämie und zumal an der vorderen Partie (Stirnbein und einem Theil der Ossa parietalia) beträchtliche Verdickung darbicten, woraus sich die an den Tubera frontalia und parietalia während des Lebens be- merkbaren Prominenzen erklären. Unter der verdickten ßeinhaut lagern fein poröse bimsteinartige spongo'ide Schichten, die an den Diaphysen der Röhrenknochen nach innen zu mit compacteren Schichten abwcchseln, und zwar so, dass ira Inneren nahe der Markhöhle die letzteren immer fester mul den spongoi’den Schichten der normalen Knocliensubstanz immer ähnlicher werdeiD)- Um diese Erscheinungen zu verstehen, hat man .sich zunächst des Wachsthumsverhältnisses des normalen Knochens zu erinnern-), Avelches bekanntlich nach zwei Richtungen hin, in die Länge und in die Dicke, ersteres von den knorpeligen Epiphysen, letzteres vom Periost aus erfolgt. Der llyalinknorpel der Epiphysen geht mit zwei Schichten, einer 1—-2 Mm. breiten bläulichen und einer inattgelblichen, Ys—V2 breiten, in die spongiöse, von Markräumen durchzogene und mit einem sehr gcfässreichen Mark gefüllte Substanz des frisch gebildeten Knochens über. In der ersten, der sogenannten AVncherungsschicht, findet man massenhaft entwickelte und in Längsreihen geordnete grössere Knorpel- zellen, während in der zweiten Schicht die Verkalkung in der Weise stattfindet, dass sich Kalkkrumen in die Intercellularsubstanz, welche die Knorpelzellen umgiebt, ablagern und sie undurchsichtig maclten. In derselben Schicht geschieht dann auch die Bildung von Markräumen und wahrer Knochensubstanz. Bei Rachitis findet nun einerseits eine Y Virchow, flössen Archiv. Bei. V. Y Vergl. Ritter, a. a. 0. S. 27 u. s. w. — Hehn, Gerhardt’s Handbuch der Kinderkranidi. III. S. 54. 1878. — Kassewitz. Die normale Ossilicalion und die Erkrankuugcu des Kiinchcnsy.stems bei Itachitis und hereditiirer Sy|diilis. Wien, 187! 1—1882.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21501270_0889.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)