Volume 1
Handbuch der Kriegschirurgie / von H. Fischer.
- Fischer, H. (Hermann Eberhard), 1831-1919.
- Date:
- 1882
Licence: Public Domain Mark
Credit: Handbuch der Kriegschirurgie / von H. Fischer. Source: Wellcome Collection.
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![Sclmssverletzungen der Nieren, der Ureteren. de volume et presentait au centre, sur ses deux faces, une cicatrice deprimee fibreuse et solide, a laquelle venaient se joindre, comme les rayons d'une etoile cina autres cicatrices irregulieres. , ^ Wie die Heilungen zu Stande kommen, haben wir nach den Ver- suchen an Thieren bereits kurz angeführt. Auch Klebs konnte wie Tillmanns bei seinen Experimenten, erhebliche interstitielle Wuche- rungen in den von ihm secirten Fällen nicht finden. Nach der Heilung von Nierenschusswunden bleiben meist Urinfisteln längere Zeit zurück. Simon beschreibt einen lehr- reichen Fall von Nierenbeckenfistel nach einer Nierenschussverletzung. Wiederholte perinephritische Abscesse und periodische Eiterentleerungen durch den Urin sind in andern Fällen beobachtet. Dysurie und Nieren- koliken bestanden zuweilen noch lange Zeit hindurch, öfter wieder traten Lähmungen der Beine (sogenannte Reflexparalysen) nach der- artigen Verletzungen ein. Unter den 26 Geheilten in Nordamerika wurden 15 Ganzinvalide. Nephritis, erschöpfende Eiterungen und Tuberculose führten in vereinzelten Fällen noch in später Zeit den Tod des Patienten herbei (Nordamerikaner). Der Tod erfolgte unter 19 Fällen der Nordamerikaner 6mal in den ersten Tagen durch Blutung und Shoc, 2mal erst nach 7 und 9 Monaten in Folge erschöpfender Eiterung. Complicationen der NierenschussVerletzungen sind ausserordent- lich häufig. Bei Schusswunden der rechten Niere ist oft die Leber (die Nordamerikaner berichten allein 19 Fälle der Art), bei denen der linken seltener der Magen, die Milz (die Nordamerikaner berichten 6 Fälle der Art) und das Kolon descendens (bei den Nordamerikanern in 7 Fällen) zu gleicher Zeit verletzt. So misslich diese Complicationen auch sind, so hat man doch auch Genesungen dabei eintreten sehen. Auch gleichzeitige Schussverletzungen der Wirbelsäule und des Rücken- marks (bei den Nordamerikanern in 5 Fällen) sind beobachtet. Die- selben gehören zu den schlimmsten Complicationen. Günstiger sind begleitende Schussfrakturen der letzten Rippen. Die in den Nieren stecken gebliebenen fremden Körper können sich einkapseln, wie So ein beobachtet hat. Kleine fremde Körper werden durch die Harnröhre entleert (Hennen, Guthrie, D e m m e: Tuchstückchen), grössere seltener nach allmählichen Sen- kungen durch andere Organe [Rectum (Nordamerikaner 1 Fall)] aus- geschieden. Im ganzen sind aber die zurückgebliebenen fremden Körper in den Nieren sehr gefährlich, da sie meist verzehrende Eite- rungen unterhalten. §. 353. Die Prognose der Nierenschusswunden ergibt sich aus den obigen Ausführungen. Sie gehören danach zu den schlimmsten Verwundungen, wenn auch Heilungen nicht ausgeschlossen sind. Die Nierenschusswunden sind jedenfalls weniger gefährlich als die der Milz und Leber. — Unter den Complicationen sind die Schuss- wunden der Milz die gefährlichsten; alle so verletzten Patienten starben. VI. Schussverletzungen der Ureteren. §. 354. Dieselben sind ohne Complicationen als isolirte Ver- letzungen nicht beobachtet worden.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20415680_001_0419.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


