Geschichte der griechischen Philosophie / hrsg. von Dr. Karl Köstlin.
- Albert Schwegler
- Date:
- 1882
Licence: Public Domain Mark
Credit: Geschichte der griechischen Philosophie / hrsg. von Dr. Karl Köstlin. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Francis A. Countway Library of Medicine, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Francis A. Countway Library of Medicine, Harvard Medical School.
42/480 page 30
![streben der Existenzformen und Zustände ist nicht etwa ein Uebel oder etwas, das nicht sein sollte. Vielmehr ist es Be- dingung des Lebens des Einzelnen, wie des Ganzen; »der Krieg ist der Vater von Allem« ^^); wäre nicht diese Spannung der gegensätzlichen Existenzen und Zustände, so wäre es mit dem Leben aus, es wäre keine Mannigfaltigkeit, also kein Ganzes von Dingen, und es wäre kein Zusammenwirken von Verschie- denem-°) , somit kein Leben mehr da, es würde zu todter Euhe erschlafft und erstarrt »Alles dahingehen und zu nichte werden« ^^), daher Heraklit den Homer schmähte wegen seines Wunsches, dass der Streit aus der Welt verschwinden möge. Und zudem löst sich alles Gegeneinanderstreben der Dinge und ihrer Zustände immer wieder in Harmonie auf; ge- rade was sich entgegensteht, geht unter sich zusammen, aus der Verschiedenheit erzeugt sich Einklang und fruchtbares Zu- sammenwirken ^^). Und darum, sagt Heraklit, soll man er- kennen, dass Vieles, was uns übel scheint, es nicht ist, sondern vielmehr gut ist, weil es zu denjenigen Gegensätzen gehört, deren Zusammensein und Sichbegegnen das Leben im Gange erhält und Harmonie in das Leben bringt ^^). fügung der AVeit. ..; das bald Auseinandergehen und Gespanntwerden nach irgend einer Seite, bald wieder Zurücktreten in den vorigen Stand und Nachgelassenwerden macht, wie die ganze Thätigkeit der Lyra und des Bogens, so auch das ganze Leben der Welt aus.« 19j s. Anm. 16. 20) oüx slvat, ap^ioviav [ivj övxog ögeog xai ßapsog vgl. Anna. 22. 21) Oi^v^aea^-at, yäp cpyjat Tiävia Pr. 32. 22) Arist. Etb. Eud. VII, 1: 'H. l7ri,xi|x^ xc]) noiTjoavti „&c, spig ex ts ■ö-sföv xal dv-9-pü!)7iü)v dTtöXoiTo • ou yap äv slvat ap^icvtav [J-Vj Svxog ögeog xal ßapsog ouSe tä ^wa «veu S-v^Xsog xal äppsyog Ivavxcwv övxwv. Arist. Eth. Nie. VIII, 2: x6 dvxigouv oup-cpepov xal äx xföv Siacpepövxcov xaXXiaxrjv aptiovtav xal Txävxa xax' epiv yiveo^a-ai. 23) Stob. Serm. III, 83 : avä-ptüuoig ytvsaO-at oxoaa ■S-eXouaiv oüx (X[isc- vov voijaog öytst,av iTXOtvjasv tjSü xal dyax)-öv, Xijjiög xopov, xäjJLaxog dväuauaiv. Fragm. 32: 7iöXsp,oi xal |jiccxat. ■^|JLtv Ssivä ooxst, xcp Se S-ecjj ouds xatjxa Ssivdc, ouvxeXei ydp dnavxa 6 ■S-EÖg Tipög app,ov£av xwv öXwv olxovo[iö)V xä au[i(fepovxa, OTisp xal'HpäxXeixos Xsyst, wg xcp [j-sv ■ö'eto xaXä uävxa xal 5lxaia, dcvO'ptonot, 5s oL jj-sv äoixa ÖTisiXT^cpaoc, & Ss Sixaia.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21077125_0042.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


