Geschichte der griechischen Philosophie / hrsg. von Dr. Karl Köstlin.
- Albert Schwegler
- Date:
- 1882
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![kriegen wanderte er von Klazomenä nach Athen aus, und ver- pflanzte dahin die Philosophie, deren Sitz und Mittelpunkt jene Stadt seit dieser Zeit blieb. Während seines Aufenthalts in Athen stand er mit den bedeutendsten Männern jener Epoche in persönlicher Verbindung , besonders mit Perikles, dessen Lehrer er genannt wird (Diod. XII, 39: 'Ava^ayopav töv ao- cptatfjV, StSccaxaXov övxa IIspcxXsouc;). Auch auf Euripides übte er, wie man deutlich aus dessen Dramen sieht, entschiedenen Einfluss aus ^). Andererseits zog ihm seine Verbindung mit Perikles auch Feinde zu: er wurde angeklagt, und soll ins Ge- fängniss geworfen worden sein, lieber das Nähere der Anklage, die ohne Zweifel von den politischen Gegnern des Perikles aus- gegangen ist ^), lauten die Nachrichten schwankend ^). Nur so viel scheint festzustehen, dass sie vorzüglich gegen seinen an- geblichen Atheismus, seine dasßsoa, gerichtet war (Diod. XII, 39: cbg aaeßoövxa sie, xouc, -ö-eoüg eauxocpavxouv). Es wurde ihm namentlich vorgeworfen, er habe die Sonne für einen Stein und den Mond für eine Erde ausgegeben ^); auch hatte er wunder- bare Anzeichen bei Opfern für gewöhnliche Naturerscheinungen vaoO-ai, Tzpöc, tiva Stspcüxcüvxa, xivog svs%' av ug sXo'.to y^vsaS-ai [laXXov tj [iV] yeveaO'ai, xoü ■9-stüpYjaai, töv oupavöv /tal -cvjv uspl töv SXov x6a|j,ov Tägtv • ouTog |jiEV o5v lT:iaTV^[i7jg TLVÖg evsxsv ttjv al'psat,v cpexo Tijjiiav slvai to5 ^■^v. 4) Valckenari Diatribe in Eurip. reliq. p. 27 ff. ed. Lips. Euripides huldigte der Lehre des Anaxagoras, und hat in seiner schönen Schilde- rung des Philosophen, der rein von Schmach und Schuld die unsterbliche Natur der Welt erforsche, wie sie geworden ist (ap. Clem. Alex. Strom. IV. p. 634. Valckenaer Diatr. p. 28), wahrscheinlich seinen Freund Ana- xagoras zu verherrlichen beabsichtigt. 5) Diod. XIT, 39. D. L, II, 12. 6) D. L. 11, 12. 7) Plat. Ap. 26, d: xöv [ley rjXiov Xi%-ov cpTjdv elvat, ty]v Ss osXtjvyjv y^v. 'Avagayöpou o'iet, '/.aTrjyopsIv, & cpiXs MiX-qxe. Nach D. L. IL 8. 12. 15 ist die Sonne ein MüSpog Siartupog, eine glühende Eisen- oder Lavamasse. In Beziehung auf den Mond 1). L. II, 8 : x7]v asXfjVvjv cl>c7]ast,s ex^w, dXXä xal XÖ900S xal cpäpaYyocg. Orig. Philos. I, 8: scpy) yTjtvvjv slvat, ttjv osXt^vvjv, l^etv X8 EV auTTj TxsSia %od cpäpayyag. ibid. : 7]Xlöv xs xal asXi^vYjv xal uävxa Ta aaxpa Xi'^'oug slvat, §[iTiöpoug, aufiTcept.Xvjcpö'evxag (in Umschwung gesetzt) utxö TYjg al&epog Tcspicpopöcg • stvai xvjv asXv^vvjv xaxcüTepcü (untei'halb) xoö YjXtou, TcXyjaitüxspov vjijlwv u7XEps)(£i.v 5s xöv '^Xiov [isyeO'Si xvjv IIeXotcövvvjoov. Orig. a. a. 0.: xö Se (p6)c, xy)v oeXtjvvjv |i'y) löiov sx^iv, dXX' aixö xou ^Xtou • sxXeiuecv xYjv oeXvjvvjv y^g dvxicppaxxoüayjg, xöv S' ^Xtov osXt^vtjs avxi9paTXo6ay)g.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21077125_0054.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


