Wissenschaftliche briefe / von Gustav Theodor Fechner und W. Preyer ; nebst einem Briefwechsel zwischen K. von Vierordt und Fechner sowie neun Beilagen ; herausgegeben von W. Preyer.
- Date:
- 1890
Licence: Public Domain Mark
Credit: Wissenschaftliche briefe / von Gustav Theodor Fechner und W. Preyer ; nebst einem Briefwechsel zwischen K. von Vierordt und Fechner sowie neun Beilagen ; herausgegeben von W. Preyer. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Royal College of Physicians of Edinburgh. The original may be consulted at the Royal College of Physicians of Edinburgh.
94/260 page 72
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![Haben Sie Plateaus sonder harr gegen Ihre psychophy steche Maßformel gerichtete Abhandlung im vorletzten Hefte von „Poggen- dorffs Annalen« (1873, No. 11) gelesen? Darf ich Sie schliefslich bitten uns dann und wann eine Be- sprechung einer psychophysischen Schrift (etwa der B eil oeufsehen oder Plateauschen) für unsere Literaturzeitung zu schielten? Bieselbe erfreut sich bereits einer grofsen Verbreitung. Jede Anzeige trägt den Namen ihres Verfassers. Bas Blatt ist streng wissenschaftlich. Ich würde schon längst Sie gebeten haben, uns durch Ihre Mitarbeiter- schaft zu erfreuen und zu ehren, wenn ich nicht früher hätte glauben müssen, clafs Ihr Augenleiden, welches nun glücklich gehoben ist, Ihnen das Schreiben allzusehr erschwerte. — Einer Zustimmung in der letzt- berührten Angelegenheit entgegensehend, verbleibe ich in vorzüglicher Hochachtung Ihr Preyer. Leipzig, d. Febr. 74. [Poststempel: 25. Febr.] Hochgeehrter Herr Professor, Ich kann mich doch nicht überzeugen, dafs die Dichtig- keitsformern auf Ihre Versuche unanwendbar sind. Unstreitig ist es bei dem durch p gestreckten unverkürzten Muskel gleich- gültig, wie die Erregung zu stände kommt; sie wird eben durch p gemessen, aber es kann doch nicht gleichgültig sein, ob sie im verkürzten Muskel ohne p noch dieselbe oder nicht dieselbe bleibt, und wenn der Leitungswiderstand und die Stromdichtigkeit sich bei Verkürzung des Muskels ändern, so kann die Erregung im verkürzten Muskel nicht mehr dieselbe als im unverkürzten bleiben, aufser unter besonderen Voraus- setzungen, die nach den Formeln selbst zu diskutieren wären. Fraglich dann nur, ob sich auch beide Elemente mit der Ver- kürzung des Muskels wirklich erheblich ändern, was doch nach der Sachlage vorausgesetzt werden mufs, wenn nicht besondere Verhältnisse statuiert werden, die wieder mit Rücksicht auf die Formeln zu diskutieren wären. Haben Andere bei ent- sprechenden Versuchen die Gleichheit der Erregung im ver-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21996507_0096.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)