Ätiologie und Pathogenese der epidemischen Diphtherie / von Theodor Escherich.
- Escherich, Theodor, 1857-1911.
- Date:
- 1894
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Credit: Ätiologie und Pathogenese der epidemischen Diphtherie / von Theodor Escherich. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Acm/cniiifj der Sccniio)). Lides seJ/eint die Verf/i/hiiH/ der Luft uic/rf so sehr von einer AeinJennH/ derselben im ganzen als eielincJir daron. al)- zuhüngen, dass sie diireli den Ätheni der von der Krankheit hcfaJJenen Personen verunreinigt ivird. Ls erklärt dies, dass die Krankheit eine ganze Familie ergreifen kann, ohne dass sie in die henaehharten Lläuser sieh verhreitet. Aus dieser Beobachtung können wir eine mdzliche Ijehre ziehen; sie sagt u)is, dass man die gesunden Kinder der FaniUie ent- fernen soll, sobald jemand von dieser Krankheit befalloi wird. Man ivird so viele Lünder vor dem Tode retten. Bretonnean belegte diese Anschauung, die er als durchaus richtig anerkennt, mit Beispielen, die er selbst gesammelt. Er findet jedoch, ebenso Avie Cartesius, die Ansteckungsfähigkeit der Diphtherie sehr viel geringer als die der anderen Infectionskrankheiten und macht selbst vergebliche Versuche, sie auf Thiere zu übertragen. Noch bestimmter äußert er sich in dem an Blache und Guersant gerichteten Briefe(^\ auf den erst kürzlich wieder durch die Uebersetzung Behrings (''^ die allgemeine Aufmerk- samkeit gelenkt wurde. Er vergleicht darin die Verbreitung der Pocken mit derjenigen der Diphtherie: „Bas Pockenvirus kann durch die Luft transportiert iverden; aber ivir müssen iveiter hinzufügen, dass ihm auch ein anderer und weit greifbarer Uebertragungsmodus zukommt, nändicJt durch den getrockneten Pustelin]lalt. . . Wenn ich dies besonders betone, so geschieht dies desivegen, weil gerade diese Art der Pockenübertragung es ist, die für die Lnfection mit Biphtherie in Betracht kommt; denn die üebertragung durch die Luft kommt bei der Biphtlierie nicht vor/- Seinen Anschauungen über die örtliche Natur der Krankheit entsprechend erkannte er in den Absonderungsproducten der Diphtheriekranken, in den Membranen, den eigentlichen Ansteckungsstoff. Der directe Beweis dafür wurde nur zu bald darauf geliefert durch die gerade in jener Zeit besonders häufigen Infectionen von Aerzten, denen bei der Untersuchung oder der Operation Diphtheriekranker ausgehustete Membranen auf die Schleimhaut der Nase, des Auges, der Mundhöhle geschleudert wurden. 2—3 Tage darnach trat eine meist schwere diphtherische Erkrankung an der inficierten Stelle auf, die in mehreren Fällen zu ausgebreiteten Lähmungen oder zum Tode führte. Monti^^) hat aus der ihm zugäng- lichen Literatur 14 derartige Vorkommnisse zusammengestellt, unter denen die Erkrankungen von Bretonneau, Valleix, Kardel und Bartels die bekanntesten sind. Auch Gerhardt(^> schildert, wie eine Anzahl erwachsener Personen sich durch das Saugen an der in der Tiacheotomiewunde liegenden Canüle mit Diphtherie inficierten. In den Pariser Spitälern besteht die schöne Sitte, die Namen der Aerzte, die in Ausübung des Spitaldienstes sich eine tödtliche Krankheit zugezogen,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21051069_0021.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)