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Credit: Ueber Trachom / von E. Raehlmann. Source: Wellcome Collection.
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![4o Es finden sich ferner auch phlyctänuläre Herde, die besonders häufig in ca. 240/' ' frisch aufschlössen und ihrerseits Reizungszustände und die subjectiven Symptome, wi, Lichtschein, Thränen, Blepharospasmus etc. unterhalten resp. verstärken. Dagegen sinc ulcerative Vorgänge auf der Hornhaut verhältnissmässig selten. Complication mit Iritii und Hypopyon wird auch beim stärksten Pannus nur ganz ausnahmsweise beobachtet Infolge der Hornhautaffectionen hat die Sehschärfe natürlich fast regelmässig gelitten. Es kann Monate dauern, bis die Krankheit die Phasen des zweiten Stadiumal* durchgemacht hat und sich die ersten Spuren der Narbenbildung in der Conjunctivi, zeigen. i An das zweite Trachomstadium reiht sich regelmässig, meist in un merklichem Uebergange, das dritte Stadium, das der Narbenbildung un< Schrumpfung an. Die follikulären Defecte und Abstossungen der Con junctiva schliessen sich durch Bindegewebe, welches der narbigen Ke traction verfällt. Je mehr Trachomkörner auf und in der Schleimhaut vorhandepK: waren, desto grösser fällt die Narbenbildung aus; sie pflegt am stärkster zu erfolgen in den Trachomfällen, die mit sulzig gelatinöser Infiltration verlaufen. War die Follikelbildung und die nachfolgende Ulceration auf eini zelne Stellen der Conjunctiva beschränkt, so sehen wir, wenn die Narbet sich bilden, diese letzteren ebenfalls entsprechend sich abgrenzen. In den schwersten Fällen der Vernarbung, die auf die bösartige: Trachomformen mit massenhafter Körnerentwickelung folgen, ist die ganzi Conjunctiva in eine Narbenfläche verwandelt, welche bei ihrer späterei Retraction unvermeidlich die bekannte, unter der Lidhaut fühl- und tast bare, muldenförmige Verkrümmung des Lidknorpels, sowie Entropium Distichiasis etc. herbeiführt. Wo die Narbe entwickelt ist. geht di Conjunctiva ihrer Eigenschaft als Schleimhaut verlustig, und statt de1 weichen, succulenten Oberfläche haben wir die straffe, glatte. bisweile; von graubraunen Flecken durchsetzte, meistens aber grauweisse bis grav gelbliche Narbe mit unregelmässig dicker Epitheldecke überzogen. Die normalen, der Conjunctiva angehörenden drüsigen Organe sini geschwunden, die normale Schleimhautbefeuchtung fehlt, auf der eigen thümlich trockenen, spröden, narbig verzogenen Oberfläche bildet d3 Thränenflüssigkeit eine stark spiegelnde wässerige Schicht. Nach erfolgter Narbenretraction ist die Schleimhautoberfläche ver kleinert, stellenweise stärker, so dass beim Ektropioniren des Lides h:J und da brückenförmige Duplicaturen der Uebergangsfalte, sogen. Syr blephara entstehen. In den höchsten Graden narbiger Verschrumpfung verstreicht dt Uebergangsfalte vollständig. Die Lider sind in Gestalt verkrüppelte, der Cilien beraubter Stümpfe in sagittaler Richtung stark verkürzt, s dass die Lidspalte permanent offen steht. Die Oberfläche der narbige1 ]](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21643519_0018.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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