Blutkrankheiten und Blutdiagnostik : Lehrbuch der klinischen Hämatologie / von Otto Naegeli.
- Otto Nägeli
- Date:
- 1923
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Credit: Blutkrankheiten und Blutdiagnostik : Lehrbuch der klinischen Hämatologie / von Otto Naegeli. Source: Wellcome Collection.
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![7, S. 19; 9,S.314 u. 9, S. 302. Orig. — Pappenheim u. Nakano, Fol. haemato]. 14, 260. 1913. — Plato, Arch. f. mikroskop. Anat. 56 u. Münch, med. Wochenschr. 1900, S. 1257. — Poggi, Policlinico 1898. — Preisich u. Heim, Dtsch. med. Wochenschr. 1903. — Puchberger, Virchows Arch. 171. — Ravenna, Lav. e rivist. 1909. — Renaux, Journ. med. Brüssel, 1909, Nr. 48. — Rosin, Phys. Ges. Berlin, 21, V. 1909. —Rosin u. Bibergeil, Zeitschr. f. klin. Medizin 54, 1904; Virchows Arch. 178; Dtsch. med. Wochenschr. 1902; Berl. klin. Wochenschr. 1904. — Sabrazes, Gaz. hebdm. Bordeaux 1908, 29. XI. 1909; 28. II., 4. IV. 11. IV. 1910 mehrfach. Arch. mal. coeur 1910. — Sabrazes et Leuret, Fol. haemalot. 5, 710. Soc. biol. 1908. — Sacerdotti, Berl. klin. Wochenschr. 1905. — Schil ling, Fol. haematol. Arch. 11, 327. —Schulemann, Arch. f. mikroskop. Anat. 79,1912. — Vaughan, Med. Research. 1903. — Weidenreich, Ergebn. d. Anat. u. Entw. 1905 u. Arch. f. mikr. Anat. 69, 1904. — Widal, Abrami et Br ule, Gst. reud. des r6ances de la soc. de biol. 1908. Färbung des Auswurfes mit Feuchtfixation nach Liebmann. (Zeitschr. f. Tuberkul. 82, 1920, 342 u. Berl. klin. Wochenschr. 1918, 975.) 1. Auffangen des Auswurfs in (evtl, sterilen) Petrischalen. Arbeiten mit möglichst frischem Material. 2. Ausstrich. Das ausgewählte Sputumpartikelchen wird auf einen Objektträger ge¬ bracht und mit einem Deckglas bedeckt. Zunächst als Nativpräparat betrachtet. Her¬ nach wird das Deckglas unter sanftem, gleichmäßigem Druck abgezogen und sofort muß die Fixierflüssigkeit aufgetropft werden. Jede Eintrocknung ist während der ganzen Prozedur strengstens zu vermeiden. Von raschem und sicherem Arbeiten hängt der Erfolg des Präparates ab. 3. Fixation, geschieht durch Auftropfen von abs. Methylalkohol auf den feuchten Ausstrich. Dauer 5 Min. 4. Färbung. Hierzu bedient man sich eines Farb- gemisches, bestehend aus Magdalarot und Thionin. Das Magdalarot stellt die saure Komponente dar und ist für Sputumfärbung dem Eosin vorzuziehen. Als Kern¬ farbstoff wird Thionin, evtl, auch Toluidin verwendet. Das gebrauchte Farbgemisch besteht aus 1 Teil 1 proz. Lösung von Magdalarot in abs. Methylalkohol und 15 (bis 20) Teilen einer 1 proz. Lösung von Thionin in abs. Methyl¬ alkohol. Es empfiehlt sich, die Lösungen voneinander getrennt aufzubewahren und erst vor dem Gebrauche zu mischen, in der Weise, daß man 1 Tropfen Magdalarot und 15 Tropfen Thionin gibt. Die Färbung geschieht am besten in den von der Firma Auer hergestellten Objektträgerschalen. Dieselben tragen am Boden 2 Glasleisten, über welche der Objektträger mit der Schicht nach unten gelegt werden kann. Man mischt in dieser Schale die Farbstoffe in obigem Verhältnis und legt den fixierten Ausstrich mit der Schicht nach unten auf die Farbmischung. Dabei ist zu empfehlen, den fixierenden Methylalkohol, der sich auf dem Objektträger noch befindet, nicht abzugießen, sondern dem Farbgemisch beizumengen. Nach 2 Min. Hinzufügen einer gleichen Menge Aq. dest. Nachher 30 Min. färben. Abb. 4. Objektträger-Schale für die Färbung (erhältlich bei Auer) 5. Kurzes Wässern. 6. Entfernen des Wassers mit Fließpapier, dann sofort, bevor Eintrocknen erfolgt, 7. Auftropfen von abs. Alkohol (den Alkohol mehrfach erneuern), 2 Min. 8. Xylol, bis das Präparat durchsichtig ist. 9. Entfernen des Xylols mittels Fließpapier und Einschließen in Zedernöl. Deckglas. Man erhält auf diese Weise eine ausgezeichnete Darstellung der verschiedenen Epithelien des Respirationstraktus sowie sämtlicher weißen Blutkörperchen. Die Kernstruktur ist ausgezeichnet zu sehen. Eosinophile und Mastzellengranula werden vorzüglich wieder¬ gegeben, während die neutrophilen Granula hier und da schlecht dargestellt werden. In¬ folge der Feuchtfixation mit Methylalkohol werden die Erythrozyten deformiert. Für ihr Studium ist Feuchtfixation mit Formalin, Müllerformol usw. vorzuziehen. Sehr gut dargestellt werden Charcot - Leydensche Kristalle und die mit ihnen oft vorkommen¬ den azidophilen Schollen (Liebmann), endlich die Bakterien, an welchen unter Um¬ ständen Strukturen und Phagozytosenformen besonders deutlich mit dieser Methode dargestellt werden. Die obige Methode eignet sich sehr gut auch zum Zellstudium in pleuralen und abdominellen Ergüssen. Zu diesem Zwecke werden einige Kubikzentimeter der Punk-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29928746_0042.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)