Die denkschöpfung umgebender welt aus kosmogonischen vorstellungen in cultur und uncultur / [Adolf Bastian].
- Adolf Bastian
- Date:
- 1896
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die denkschöpfung umgebender welt aus kosmogonischen vorstellungen in cultur und uncultur / [Adolf Bastian]. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![seine Wesentlichkeit zu verlieren), so folgen die organisch in der Menschheitsgeschichte einsetzenden Entwickelungen festen Gesetzlich- keiten (beim culturellen Ausbau). ln der BlUthenpracht idealistischer Culturschöpfungen tritt überall eine elementar gleichartige Unterlage zu Tage, wenn durch die Ana- lyse blosgelegt. In den Gesetzlichkeiten der Ursachwirkungen stehen die local (aus „causae occasionales“) zwischengeschobenen verknüpft, wenn aus den Bedingnissen geo-meteorologischer Agentien (des Milieu in geographischer Umgebungswelt) bunt sich webt die ethnische Maske, mit Einschlag der Gestirnsfäden aus historischen Constellationen, wie die Geschicke der Volksgeschichte bedingend; und schon für das Schicksal des Einzelnen heftet die (litthauische) Parze oder ,,Spinnerin“ (Werpeja) den Lebensfaden an seinen Stern [von (lettischer) Laima behütet]. Zunächst für ein dauerhaft ehrliches Schöpfungswerk gilt es, die Frage des rou axüi? zu beantworten, einen festgesicherten Fussauftritt zu gewinnen, auf dem Felsgestein (Papa’s), das unter Tangaloa’s Füssen emporsteigt, um Abglitschen zu verhüten, in Nimo-Nimo hinein (auf Samoa) oder sonstiges ,,Apeiron“ (anderswo). Auf der, im Beginn, schlüpfrigen Erde wurde (aus dem Stein geboren) Karejma, von Loemimoe (aus Erde geboren) als ältere (Empong toewa) anerkannt, durch den Wind geschwängert (in der Minahassa), den Sohn Toar gebärend (bei den Alfuren). Die Schöpfergötter (Japan’s) stossen ihre Lanze in das chaotisch schlüpfrige Gemisch, um aus den abfallenden Tropfen die Inseln zu bilden, und wie von der Riesenrippe (s. Grimm) „alljährlich ein Tropfen abfällt“ (in Steiermark), tropfen (oder triefen) nächtliche Goldringe von Odhin’s Draupnir (der ,,Triefende“). Die Apokatastase, zur „Wiederbringung aller Dinge“, wurde als Ketzerei (Origines’) anathematisirt (VI. Jahrh.), weil die Ewigkeit der Höllenstrafen beeinträchtigend, obwohl scholastisch wieder angenähert (seit Erigena), soweit mit dem Chiliasmus vereinbarlich (im partheiisch verbitterten Streit). Im pythagoräisch (nach Maass und Zahl) geordneten Weltsystem hatte Alles in gleicher Weise zurückzukehren ('s. Eudemus) auf die Ewigkeiten hinaus, in monoton-stereotypen Wiederholungen, müh- selige Arbeit einer Tretmühle im xuxko; •'csvsoscuc; und bei steter Be- wegung (im Umschwung des „Coelum empyreum“) würde, nebst seinen (als Theoi) ,,laufenden“ Göttern, auch der Schöpfer selber in Ixion’s Rad eingespannt sein, nach peripatetischer Ansicht, unter Hin-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24875405_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)