Die denkschöpfung umgebender welt aus kosmogonischen vorstellungen in cultur und uncultur / [Adolf Bastian].
- Adolf Bastian
- Date:
- 1896
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die denkschöpfung umgebender welt aus kosmogonischen vorstellungen in cultur und uncultur / [Adolf Bastian]. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Inbrunst, als aus Tapas erglühend, in ßrahma’s Contemplation, um neugeschaffenes Dasein mit Wärme zu durchdringen (bei der Apo- katastasis, in Wiederherstellung oder „Wiederbringung aller Dinge“). Für Lebenserzeugung (und -erhaltung) ist die Wärme bedinglich, und so hat sich für die im makrokosmischen Organismus athmende Weltseele eine alldurchdringende Feuerskraft mythologisirt (für die Schöpfungsprocesse). In der leer-eisig entworfenen Raumesdehnung ist Wärme-Erzeugung nachweislich nur da, wo Stoftumsetzungen des Aggregatzustandes statt- haben, oder in weitester Ausdehnung zur Anregung kommen, an der Erdoberfläche, beim Auftreffen electro-magnetischer Aetherschwingungen (in den Sonnenstrahlen). Wie hier unter Neigungen nach dem Erd- innern zu (geothermischen Tiefenstufen entlang) Aufspeicherung statt- hat, so bei den Wachsthumsvorgängen, mit kaum unterbrochenem Ver- bleib unter Abhängigkeit von äusserer Umgebung bei den Pflanzen, oder für länger selbstständige Dauer ausreichend im thierischen Organismus, dem dadurch zugleich eine stärkere Reactionskraft einwohnt (die Unab- hängigkeit eigener Sonder-Existenz zu wahren). Für den Gesammtdurchblick des All reducirt sich also das in der Wärme*) als Daseinsquell Erfassbare auf minimalsten Raumausschnitt, und selbst bei weitester Dehnung desselben über das Erdganze hinweg, für die grössere Menge seiner Theilganzen (deren pflanzliches Leben einen Theil des Jahres erstarrt liegt) auf die in thierischen Geschöpfs- wesen aufgespeichert fortgetragenen Funken lebendiger Regsamkeit und den (in Latenz künftige ßethätigung erwartenden) Wärmevorrath [oder vielmehr nur die diesem (unter begünstigen Umständen) beschaffbaren Anlagen oder Tendenzen, aus stofflicher Unterlage]. Dem als Schlacken entgegentretenden Stoff wohnt keine Wärme- zeugungs-Mögiichkeit ein, sofern nicht durch äusserlich erweckend auf- treffende Reize zur Aenderung des Aggregatzustandes angeregt, für neu starren Ausgleich wiederum mit umgebendem Milieu, und nur wenn hier, während des Ineinanderüberfliessens (in statu nascenti), Kraftbethätigungen zur Aufspeicherung auftreten, verbleibt Wärme- überschuss lebendig, für die Dauer des ihm im rückläufigen Cyclus umschliessenden Gesammt eines Sonderganzen. *) Nach den neuesten Ergebnissen der Ballonfahrten (s. Berson) nähert sich „die Temperatur an der Grenze der Atmosphäre weit mehr, als bisher angenommen wurde, dem absoluten Nullpunkt“ (iSgS).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24875405_0034.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)