Die denkschöpfung umgebender welt aus kosmogonischen vorstellungen in cultur und uncultur / [Adolf Bastian].
- Adolf Bastian
- Date:
- 1896
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die denkschöpfung umgebender welt aus kosmogonischen vorstellungen in cultur und uncultur / [Adolf Bastian]. Source: Wellcome Collection.
59/234 page 49
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![alius rei (s. Ploucket), und so verlaufen die Interessen (subjectivistisch) aus in „eine Wahrheit“ (des Individualismus), da die Seele „nur ihre eigenen Veränderungen“ empfindet (b. Leibniz), ihren eigenen Zustand (s. G. F. Meier); aber da nun auch der Gesellschaftskreis des Staatsganzen (als zoopolitisches Individuum) seine Individualität betonen wird, hat sich diese den Einzelnheiten gegenüber als gewichtiger zu erweisen, seit Herder’s objectiver Anschauung im Pandynamismus (der Descartes’ gegenüber). Wie Gottes „Veracitas“ zum Beweis für sein Dasein gilt (b. Descar- tesi, so hat (mit Vorausbedinglichem der Wahrhaftigkeit) der dP/jhtvoc voü; (b. Plotin) das Sein und Leben in sich zu umgreifen, bei Unter- schiedlichkeit von Typen (tu~ou? ev xco v<o xcuv ovTtov). Je mehr die „Upper-ten-thousand“ auf der Spirale überkünstelter Civilisation hinaufgeschraubt werden, mit erweitertem Abstand vom normalen Niveau im Durchschnittsmaass der grossen Massen, desto weniger vermögen ihre schöngeistigen Errungenschaften sich in Rück- wirkungen spürbar zu machen auf das gesellschaftliche Gemeinwesen, und wäre dies wohl zum Besten desselben zu schätzen, wenn das Genie ein „Stigma degenerationis“ (s. Arndt), und der heiligen Manie, statt künstlerischer Züchtung, eher psychiatrische Behandlungsweise anzu- empfehlen sein dürfte. Das Genie („dem vergönnt ist, tausend Dinge nicht zu wissen, die jeder Schulknabe weiss“) macht sich („um das höchste Genie im Kleinen nachzuahmen“) aus der gegenwärtigen Welt sein „eigenes Ganze“ zurecht (s. Lessing), zum Auftischen für den, dem solcher Puffer (oder Windbeutel) mundet (an Stelle des real Wirklichen). „The real presupposition of all knowledge or the thought, which is the prius of all things, is a thought of selfconsciousness“ (s. Caird), ein letzthöchstes, wenn erlangbar (im Zusammenhang des Alls). Der unter dem Wachsthumsprocesse, am gesellschaftlichen Gerüst, zu Jenseitigem hin emporsteigende Gedanke des integrirend mitwirken- den Individuums ist damit dann (wenn zu selbstständiger Orientirung und Constituirung gelangt) dem materiellen xuxXoc '{sviazw: enthoben, weil auf immateriell höheren Schichtungen seiner Bestimmung entgegen- reifend (soweit derselben sich selber bewusst). Das innerhalb causaler Verknüpfungen lebende Denken verfolgt aus jedesmaliger Ursächlichkeit die ihr innewohnenden Möglichkeiten, welche auf die Verwirklichung von Wirklichkeiten hinstreben — mit Ansehen also seiner „Käten“ [oder (reiner) Katharinen, gnostischer Sophia etwa], gleich der dreieinigkeitlichen (des steirischen Volksfests) —, im Bastian. 4](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24875405_0059.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)