Die Hell-Dunkeladaptation des Auges : und die Stäbchen und Zapfen / von A. Tschermak.
- Armin von Tschermak-Seysenegg
- Date:
- 1902
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Credit: Die Hell-Dunkeladaptation des Auges : und die Stäbchen und Zapfen / von A. Tschermak. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Ausgangsstufe gewählten Helladaptationszustande. — DieHölie der Reizschwelle erwies sich schon in Auberts Versuchen (mit Tageslicht) am dunkelada]*- tierten Auge im umgekehrten Verhältnisse abhängig von der Flächengrösse bezw. dem Gesichtswinkel! — Vergleichende Bestimmungen der Reizschwellen für das llclhiuge und das Dunkelauge unter Verwendung spektraler Lichter hat Charpentier (11) angesteht. (Für farbige Lichter vergl. auchWoinow [89] und Bohn [6]). Er fand für ein rotes Licht eine Steigerung der Empfindhch- keit auf das 4,2fache, für ein grünes 7, für ein blaues 25. Er verfolgte ferner (21) die Steigerung der Empfindlichkeit gegen das Jjicht einer Carcellampe für verschiedene Adaptationsstufen (zuvor Tagesbeleuchtung und Verwendung von sechs Nummern grauer Gläser, dann Lichtabschluss); er vermutet ein pro- portionales Wachsen der Reizschwelle bei schwachen Beleuchtungsgraden, ein rapides bei starken. Er fand eine maximale Steigerung auf das 50 bis 250 fache, auch bei Benützung einer künsthchen Pupille. — M. Peschel hat schon 1880 (73) mittelst farbiger Glaslichter die Empfindlichkeitssteigerung bestimmt, welche nach lokaler farbloser (auch farbiger) Blendung des Auges (central oder bei 30^ Excentricität) bei Lichtabschluss eintritt; es ergab sich eine Zunahme für alle Lichter, die rascheste für grünes. Den Satz Auberts über die Abhängigkeit der Reizschwelle von der Flächengrösse bestätigte Charpentier (11), ebenso Treitel (82, S. 81) für farbloses gemischtes Licht; der erstere erweiterte ihn auf die für die Wahr- nehmung als farblos, wie auch als farbig geltenden Reizschwellen des Lichtes farbiger Gläser (13, 22); letzteres betreffen auch die Beobachtungen von H. Parinaud (68a). Bei Feld Verkleinerung erhöht sich die Reizschwelle für rotes Licht relativ weniger als für grünes, für dieses weniger als für blaues. — Von Charpentier (12, 14, 15, 20), ebenso Butz (9) stammt ferner die von Don- d er s bestätigte Angabe, dass nach Auftreten eines eben merklichen Effektes der Lichtreiz erheblich verringert werden darf, ohne dass die Wirkung aufhört; dieser Unterschied der Schwellen für Erscheinen und Verschwinden — der Ausdruck einer ,,inertie retinienne (20) — wird umso grösser, je kleiner die Wellenlänge, z. B. für grünes Glaslicht 4:1, für blaues 8:1, und ist nicht abhängig vom Adaptationszustand (14, 15). Charpentiers erstangeführte Resultate wurden von H. Parinaud (70) bestätigt. Derselbe fand für Spektral- licht um 589 m/ii (D) eine 6fache, um 517 (b) eine 100fache, um 486 (F) eine 500fache, um 430 (G) eine 15fache Steigerung. Jedoch bestritt er jedwede Zunahme für rotes Spektrallicht (um 687 und 656, B und C) — eine Be- schränkung, welcher Charpentier mit neuerlichen Beobachtungen (24) entgegentrat, die für rotes Licht eine relativ geringste, aber doch deutliche Steigerung ergaben. J. v. Kries (57, S. 86) machte ganz dieselben Angaben wie Parinaud, w^ährend Tschermak (84, S. 320) sich Charpentier an- schloss; auch aus den Versuchen von Hess und Hering (48, S. 117) ist ana- loges zu folgern. Die Bestimmungen der spektralen Reizschwellen für das](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21641419_0019.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)