Die Hell-Dunkeladaptation des Auges : und die Stäbchen und Zapfen / von A. Tschermak.
- Armin von Tschermak-Seysenegg
- Date:
- 1902
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Credit: Die Hell-Dunkeladaptation des Auges : und die Stäbchen und Zapfen / von A. Tschermak. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![kfcit für den langwelligen als für den kurzwelligen Spektrumteil) und mit dunkeladaptiertem Auge (scheinbares Maximum bei 525, scheinbar geringere Empfindlichkeit für den langwelligen als für den kurzwelligen Spektrumteil). Hingegen hat König ([53, 54, 55] mit Brodhun und Ritter) die für das Spektrum des Triplexbrenners mit thatsächlich dunkeladaptiertem Auge ge- fundenen Reizschwellen nach S. P. Langleys Daten auf gleichmässige p]nergieverteilung umgerechilet. So ergab sich statt des scheinbaren Empfind- lichkeitsmaximums für 535 ein solches für 505. Schon ehe systematische Untersuchungen über die Reizschwellen farbiger Lichter für das Dunkelauge angestellt wurden, war konstatiert worden, dass sogen, farbige leichter bei allmählich wachsender Stärke im dunkeladaptierten Sehorgane zunächst eine farblose Helligkeitsempfindung und erst von einer höheren Intensitätsstufe ab einen farbigen Eindruck hervorbringen. Diese Erscheinung des farblosen Intervalls ist von Purkinje (74, S. 109), (Irailich (38), Dove (32), Aubert (2, S. 125, 3, S. 532), Landolt (bei Aubert 3, S. 535), Helmholtz, H. Cohn (26, S. 283), Butz ([9], welcher die Schwelle des Farbloserscheinens die absolute, jene des Farbig- erscheinens die spezifische nannte) an Pigmentlichtern systematisch studiert worden; Aubert fand das farblose Intervall für rotes Licht geringer als für blaues, bezw. bei gleicher Beleuchtungsstärke die Entfernung für Farbigerscheinen des roten Lichtes grösser, den Gesichtswinkel kleiner. Für spektrale Lichter haben schon Th. Leber (63), W. v. Bezold (4), Dobrowolsky (29, S. 465), Kühne (59, S. 54) ein farbloses Intervall kon- statiert. Genaueres brachten die Beobachtungen von Charpentier (10, S. 934, 12), w^elcher dieses mit fortschreitender Dunkeladaptation wachsende ,,intervalle photochromatique'' für rotes Spektrallicht am kleinsten, aber schon nach 20' Lichtabschluss deuthch fand, für blaues am grössten. Während die Farblosschwelle durch fortschreitende Dunkeladaptation erniedrigt werde, bleibe die Farbigschwelle gleich, identisch mit der Reizschwelle für das hell- adaptierte Auge überhaupt (15, S. 293). Auch A. E. Eick (35, S. 457, 468 484, 485) hat an Glaslichtern die Erscheinung des farblosen Intervalls, speziell auch für rotes Licht — allerdings relativ am kleinsten, doch im indirekten Sehen deutlich — konstatiert. Treitel (82, S. 83) behauptete, Pigment- lichter benützend, für sein Auge eine Erniedrigung auch der Farbigschwelle bei Dunkeladaptation; dies gelte sowohl für das Netzhautcentrum als für das indirekte Sehen, da bei gleicher, sehr geringer Beleuchtung die perimetrischen Farbengrenzen für das Hellauge enger seien, als für das Dunkelauge. Hering (seit 1882, 41, S. 35, 47, 48; 42, S. 19; 49, Vorbem.; 44, S. 568) und Hillebrand (49) benützten — wie noch genauer zu erörtern sein wird — das für das absolut dunkeladaptierte Auge bestehende farblose Intervall sogen, farbiger Pigmentlichter, sowie der einzelnen Lichter des Sonnen- wie des Gaslichtspektrums zur Herstellung farbloser optischer As her-Spiro, Ergebnisse der Physiologie, II, Abt. . 45](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21641419_0027.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)