Physikalische krystallographie und einleitung in die krystallographische kenntniss der wichtigeren substanzen / von P. Groth.
- Paul Heinrich von Groth
- Date:
- 1876
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Credit: Physikalische krystallographie und einleitung in die krystallographische kenntniss der wichtigeren substanzen / von P. Groth. Source: Wellcome Collection.
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![der lieiden durcli Doppelbrechung entstehenden Lichlbowegungen ini Moment, in welcliem DB in den Krystall eindringt, die Tangentialebenen von B aus an die beiden Scha- len der Wellenlläche sein, und man sieht leicht, dass wegen der symmetrischen Gestalt der Ictztei’cn in Bezug auf den llauptschnitt >'OZ, die beiden Be- rührungspunkte 0 und e in (h'inselben llaupt- schnitl liegen, also auch die beiden Strahlen Oo und Oe zwai’ abc;elenkt werden, aber den llauptschnitt YOZ nicht verlassen. Ist jedoch die Kinfallsebene keinem der drei Hauptschnilte par- allel, so wird bei analoger Construction wie vorher der ihr parallele Durch- schnitt der Wellenlläche diese in ungleiche Hälften theilen, so dass die voi' und hinter der Ebene der Zeichnung liegenden Hälften nicht symmetrisch zu dieser Eliene liegen. Die Punkte, in welchen die Tangentialebenen, welche die gebi'ochenen Wellenebehen darstellen, die lieiden Schalen der Wellenlläche berühren, liegen alsdann nicht mehr in der Zeichnungseliene, sondern vor oder hinter dieser. Die gebrochenen Strahlen sind demnach beide aus der lunfallsebene abgelenkl, d. h. keiner derselben folgt mehr dem Brechungs- gesetz für gewöhnliches I.icht, beide sind extraordinär. Einen ordinären Strahl (neben einem ausserordentlichen) erhallen wir also nur dann , wenn die Einfallsebene einem der drei Hauptschnitte parallel ist. Da man mittelst des Brechungsexponenten, der auf dem Brechungsgesetz beruht, die Licht- geschwindigkeit nur von solchen Strahlen bestimmen kann, welche jenem (iesetze folgen, also von oixlentlichen, so ist durch die soeben dargelegle iMgenschaft der zweiaxigen Kryslalle zugleich die Methode angegeben, in einem solchen die Lichtgeschwindigkeit zu bestimmen. Schleift man aus dem Krystall ein Prisma, dessen brechende Kante parallel der Axe der grössten Elasticität ist, und lässt, wie es bei der Be- stimmung von Brechungs(iuotienten üblich, Strahlen auf die eine Fläche desselben fallen, deren Einfallsebene senkrecht zur brechenden Kante steht, so ist diese Ebene parallel dem Hauptschnitt YOZ, es tritt demnach hier der Fall ein, dass die beiden im Prisma sich fortpflanzenden Sti'ahlen im llauptschnitt bleiben, und zwar der eine von ihnen als ordentlicher hin- durchgeht; dieser schwingt nach S. 83 f. senkrecht zum Hau])tschnilt YOZ, also parallel der Axe der gi-össten Elasticität, er bewegt sich also mit der grössten Lichtgeschwindigkeit = v^. Stellen wir das Pi%ma so, dass dieser](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28116446_0105.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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