Geschichte der Krankenpflege : er Entwicklung der Krankenpflege- Systeme von Urzeiten bis zur Gründung der ersten englischen und amerikanischen Pflegerinnenschulen / von M. Adelaide Nutting und Lavinia L. Dock ; übersetzt von Schwester Agnes Karll.
- Mary Adelaide Nutting
- Date:
- 1910-[1913]
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Credit: Geschichte der Krankenpflege : er Entwicklung der Krankenpflege- Systeme von Urzeiten bis zur Gründung der ersten englischen und amerikanischen Pflegerinnenschulen / von M. Adelaide Nutting und Lavinia L. Dock ; übersetzt von Schwester Agnes Karll. Source: Wellcome Collection.
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![lichkeit und Umgebung wurde zum Gegenstand eines wachsenden Interesses. Salzwedel sagt: Während die einzige Triebfeder der mittelalterlichen Krankenpflege die christliche Barmherzigkeit, der Wunsch, die Leiden der Kranken zu lindern, gewesen war, trat jetzt zum ersten Mal der Gedanke hervor, daß die Krankenpflege ein Heilmittel sei, ein Heilmittel von demselben Werte wie die Arzneien, welche man abgesehen von wenigen chirurgischen Eingriffen bis dahin als das einzige Hilfsmittel des Arztes gegen die Krankheiten betrachtet hatte. Diese Erkenntnis war die Folge wichtiger Fortschritte in den Methoden der Krankenuntersuchung und Behandlung, die als die Grundlage der modernen ärztlichen Wissenschaft angesehen werden.5) Die französischen Kreise der Intellektuellen hatten diesem Gegenstand seit einiger Zeit viel Nachdenken gewidmet, denn ein 1764 geschriebener Artikel sagt über die Krankenpflege: Diese Beschäftigung ist so wichtig für die Menschheit, wie ihre Verrichtungen niedrig und widerwärtig sind. Nicht alle Menschen eignen sich für dieselbe, und die Leiter der Krankenhäuser sollten nicht leicht zu befriedigen sein, kann doch das Leben ihrer Kranken von ihrer Auswahl unter den Bewerbern abhängen. Eine Pflegerin muß geduldig, gütig und mitleidig sein. Sie muß die Kranken trösten, ihre Be- dürfnisse voraussehen und ihre Langeweile erleichtern. Die häuslichen Pflichten der Pflegerin sind: das Feuer in den Sälen anzuzünden und zu unterhalten; die Mahlzeiten zu holen und zu verteilen; die Wundärzte und Doktoren bei ihren Rundgängen zu begleiten und nachher alle Verbände etc. zu beseitigen; die Hallen und Säle zu kehren und den Kranken selbst wie seine Umgebung sauber zu halten; alle Geschirre zu leeren und die Wäsche der Kranken zu wechseln; Lärm, ]) Handbuch der Krankenpflege, 1904, S. 18.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21009545_0702.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)