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Credit: Physiologie der Netzhaut / von Hermann Aubert. Source: Wellcome Collection.
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![Tilliellc XV. Doppeh]iiinlrate von je 11) Mni. Sr>itf> Erscheinen zuerst farbif; bei auf weissem Grunde. auf schwarzem (xrunne. Weiis — 0' 39 Roth 1' 43 0' 59 •SchimUziff Roth 3' 27 1' 23 Braun 4' 55 1' 23 Orange- 1' 8 0' 39 (59'0, Rosa 2' 18 3' 49 Gelb 3' 27 0' 39 (59) Hellgrün 1' 54 1' 49 (l' 8) Blau 5' 43 4' 17 Hellblau 2' 17 1' 23 (1' 8) Grau 4' 17 1' 23 Die Zahlen der Tabelle XV zeigen bedeutende Differenzen, sowohl wenn man die verschiedenen Farben mit einander vergleicht, als auch, wenn man die nebeneinander stehenden Werthe für ein und dasselbe Pigment auf weissem und auf schwarzem Grunde betrachtet. Zum Theil beruhen diese Verschiedenheiten wohl auf einer verschieden starken Affection des Farbensinnes, zum grösseren Theile aber wohl, wie die PLATEAu'schen Versuchszahlen, auf Helligkeitsdifferenzen. Wir haben dabei drei Momente zu berücksichtigen, nämlich die Farbennüauce, die Farbenintcnsität und die Helligkeitsdifferenz oder den Contrast der Pigmente. Die Farbennüauce muss einen Einfluss auf die Sichtbarkeit einer Farbe haben, weil durch die Menge des beigemischten weissen oder farblosen Lichtes die Helligkeit des Pigmentes verändert wird. In dieser Beziehung hat schon Sciierffeh {Ahliandhmg von den zufälligen Farben, p.ri7) darauf aufmerksam ge- macht, dass von den Pigmenten, die wir benutzen können, nicht nur die eine Art von Lichtstrahlen, nach denen wir sie benennen, zurückgeworfen wird, sondern ausserdem eine beträchtliche Menge weissen Lichtes. Von eincm27eZZ- Uau werden a}so ceterispcmbtis mehr Lichtstrahlen, aber weniger blaue Strahlen in das Auge gelangen, als von einem gesättigten iJZr«« — man sollte also a priori erwarten, dass ein gesättigtes Blau unter kleincrem Gesichtswinkel farbig erscheint, als ein Hellblau. Warum dies nicht der Fall ist, werden wir sogleich sehen. — In dem Chromgelb ist mehr Weiss vorhanden, als in dem Zinnober- rotli oder dem Mennige - Orange: trotz grösserer Helligkeit ist also die Menge seiner Färb eh strahlen geringer, als die des Orange. Die Farbenintensität macht sich bei einer Vergleichuug verschiedener Pigmente insofern geltend, als wir nicht im Stande sind, zu bestimmen, ob ein reines Gelb z. Ii. heller oder dunkler ist, als ein reines Blnu oder als ein reines Roth und die Bemühungen verschiedener ForHchcr, wie Mku.oni, Dove, Helmholtz](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21284866_0129.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


