Licence: Public Domain Mark
Credit: Physiologie der Netzhaut / von Hermann Aubert. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by UCL Library Services. The original may be consulted at UCL (University College London)
145/416 page 127
![Versuclio iibov <lo.i Einlluss der Helligkeit. 1. Aul' woisscm (i runde: 1) Schwarz, Braun, Jtol.h, Srlmnhu<irolh, Oranr,c und Duvkelgrün er- schioucu scliwarz. 2) Blau etwas weniger tief schwarz. 3) Griln und Hellblau bedeutend heller. 4) Rosa noch heller. 5) Gell am hellsten. Tl. Auf schwarzem Grunde. 1) Roth am dunkelsten, 2) Schmutz!(jroth, 3) Orange uud Dunkelgrün, 4) Blau und Grau, 5) Grün und HellMau, 6) Rosa und Gelb, 7) T'Fe/ss bei weitem am hellsten. Uebrigens waren die Objecte vorher von einer anderen Person aufgestellt worden, so dass ich von ihrer Farbe gar nichts wusste; erst nachher wurde die zum sicheren Erkennen der Farben nöthige Helligkeit hergestellt und zu den von mir notirten Nummern die Farbe der Objecte geschrieben. Bestimmungen, die ich zwei Jahre später mit denselben Objecten gemacht habe, haben genau die- selbe Reihenfolge in der Helligkeit der farbigen Quadrate ergeben. 2)Die Farben der untern Seite des Spectram werden bei ge- ringerer Bcleuchtungsintensität erkannt, als die der obei^en Seite. Die Pigmente nämhch, welche ))ei der schwächsten Beleuchtung eine Spur von Färljung erkennen Hessen, waren Orange, Roth, Gelb und Rosa, erst bei stärkerer ]5eleuchtung konnten Grün und Hellblau, bei noch stärkerer erst Blau erkannt werden. Daljei ist zu berücksichtigen, dass die l'igmente Roth, Orange, Gelb und Rosa sehr verschieden an Plelligkeit erscheinen, sowohl bei unbeschränktem als bei beschränktem Lichtzutritt; andererseits hat das Blav offenbar eine grössere ])unkelheit als Rosa, Gelb und Orange. Dem gegenüber ist nun der Umstand hervorzuheben, (hisn Blau bei beschränktem Lichtzutritt an? Schwarz heller erschienen ist als Roth und Orange. Puukvnk, Dovh, Guai- Licn und Ilm.Miior.'iz iiaben den Unterschied in der Walirnehmbarkeit zwischen RoLh und liUm bei schwacher Beleuchtung hervorgehol)en, erwähnen aber nichts von dem zuletzt l)emerkten Umstände. PunuYNio (Beiträge II, 109): Anfangs (vor Tagesanbruch) sieht man nur schwarz und grau. Geraxle die lebhaftesten Farben, das Roth, und dm Grün erscheinen am. schu;ärze.'iten. Das Blau war mir zuerst hemerkbor. GnAir,Tc;ii (Sitzungsberichte der Wiener Acadende ISS4, Btl. Iii, f. 25'2) gioht an, bei zunehmender Dunkelheit seicni auf Gemälden die rothen Parthien verschwunden, die blauen Stellen aber nocli sichtbar geblieben.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21284866_0145.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


