Studien zu einer Physiologie des Marsches / von Dr. Zuntz und Dr. Schumburg.
- Nathan Zuntz
- Date:
- 1901
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Credit: Studien zu einer Physiologie des Marsches / von Dr. Zuntz und Dr. Schumburg. Source: Wellcome Collection.
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![Schmerzhaftigkeit und Schwellung wuchsen während des Rückmarsches derart, dass die letzten 4 Kilometer im Wagen zurückgelegt werden mussten. Nachdem P. auf diese Weise schon eine Stunde geruht hatte, begannen die Respirations- versuche im Liegen. Sie ergaben folgende Werthe: 11.Uhr 5 Min. 2S6,1 ccm O-Verbrauch, 0,76 RQ 5,74 l Athemgrösse, 11 » 21 „ 263,3 „ „ 0,70 „ 5>0 1 11 » 3°V2 * 271,1 „ „ 0,83 ,, 6,10 1 Mittel 273,5 ccm O-Verbrauch, 0,76 RQ, 5,71 1 Athemgrösse- An diesen Zahlen fällt das unregelmässige Schwanken der respiratorischen Quotienten, welche im Mittel einen nor- malen Werth ergeben, auf. Es erklärt sich aus den starken Schwankungen der Athemgrösse von Minute zu Minute, die auch noch im Durchschnitt der Versuche nicht ganz ’ver- wischt sind. Die ziemlich heftigen Schmerzen an der ent- zündeten Sehne waren offenbar die Ursache der unregel- mässigen Athmung, welche ihrerseits dazu führte, dass die Kohlensäureausscheidung bald grösser bald kleiner als die gleichzeitige Bildung war. Die Sauerstoffaufnahme ist durch die unregelmässige Athmung nur wenig beeinflusst und zeigt Zahlen, welche mit denen der vorangehenden und nachfol- genden Ruheversuche durchaus übereinstimmen. ln den 3 Minuten von ll17 bis ll20 wurden 19,8 1 also 6,6 1 pro Minute geathmet, d. h. 1,3 1 mehr als während des Respirationsversuches von ]12] bis ll30. Die letzten 2 Minuten dieses Versuchs aber wiesen nur eine Athemgrösse von 5,1 1, also noch etwas unter dem sehr niedrigen Durch- schnitt auf. Dies erklärt vollkommen, dass hier C0o im Blute zurückgehalten wurde und der respiratorische Quotient nur 0 70 betrug. Gerade umgekehrt Jagen die Verhältnisse beim dritten Versuche, ll33 bis ll3*, d. b. unmittelbar vor -beginn der Probenahme wurden nur 5,25 1 pro Minute o-e- athmet, gegen 6,10 1 im Durchschnitt des Versuchs, dessen öchiussmmute ausserdem die höchste Ventilation mit 7 6 1 aut weist. So musste hier mehr C02 ausgeschieden werden als gleichzeitig gebildet wurde. Am 18. Mai begannen die Ruheversuche 28 Minuten nach Beendigung des Marsches auf der Tretbahn und er- streckten sich auf etwas mehr als eine halbe Stunde. Der letzte der 3 Versuche findet also eine Stunde nach Becndi- Snmtn Wr stellen hier die Ergebnisse Zuntz u. Sclium barg, Physiologie des Marsches. 15](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28068592_0251.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


