Die Augenheilkunde in der Römerzeit / von Rodolfo del Castillo y Quartiellers ; autorisierte Übersetzung aus dem Spanischen von Max Neuburger.
- Rodolfo del Castillo Quartiellerz
- Date:
- 1907
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Credit: Die Augenheilkunde in der Römerzeit / von Rodolfo del Castillo y Quartiellers ; autorisierte Übersetzung aus dem Spanischen von Max Neuburger. Source: Wellcome Collection.
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![die Inversion des Lidrandes; die Transplantation des Hautstückes, welches die Wimpern trägt; die Zerstörung der Haarwurzeln; das Emporschlingen (die Einfädelung) der Wimpern. Die Inversion suchte man durch Verkürzung der Haut der Lidaußennäche zu bewirken. Zu diesem Zwecke zog man mittels einer Nadel einen Faden durch die Wölbung des Lids von oben nach unten und legte etwas unterhalb eine zweite Naht an; herauf zog man die Fäden an und verknüpfte sie miteinander, wodurch eine Hautfalte abgeschnürt wurde; die Fäden ließ man liegen, bis sie abfielen. Mißlang die Operation, so wurde sie nochmals vorgenommen. Die Beschreibung steht in dem hippokratischen Buche de ratione victus in acutis: Ttuo^e^ tö pau|ta x^j ßeXovfl rg tö xöap £}(ouayj, xaxa tö ö£u xrjc; avco zdaioc, xou ßXe^apou s? zb zätü) Staxevnjaas See?, xac aXXo OxoTiaxw toutou* avamvac; §£ zx paf-iptaxa pa<|>ov %od xaxaSei, £ü)£ av anoiziaiQ, xfjv jjlsv Exav&g r/yj- et §s |Jiy], ?)v eXXeCiqj otugco tiols^v xa aöra. Das Verfahren erinnert an das von Jamsen. Eine andere, etwas kompliziertere Methode bestand in der Exzision einer Hautfalte an der Außen- seite des Lids mit nachfolgender Naht der Wundränder. Diese Methode empfahl Celsus. Paul von x4.gina ließ bei dem Verfahren die Naht weg. Eine Modifikation bildete die Ab- schnürung einer Hautfalte, welche über ein gut befestigtes Holzstückchen gespannt wurde. Bei messerscheuen Patienten kamen Atzmittel zur Verwendung, zu deren Bestandteilen un- gelöschter Kalk und Pottasche gehörten. Das Verfahren der Transplantation war zur Zeit des Celsus noch recht mangelhaft. Um die Methode mit allen ihren Einzelheiten kennen zu lernen, muß man Aetius und Paul von Agina zu Rate ziehen, namentlich letzteren, der die Operation mit bewundernswerter Geschicklichkeit vornahm; wie bei seinen Vorgängern, spielt die Fadenschlinge die Bolle eines Häkchens. Nachdem das Lid erfaßt und umgedreht worden war, machte man in den Augenlidrand hinter den Wimpern eine Inzision, welche sich von einem Augenwinkel](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21175767_0101.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


