Die Augenheilkunde in der Römerzeit / von Rodolfo del Castillo y Quartiellers ; autorisierte Übersetzung aus dem Spanischen von Max Neuburger.
- Rodolfo del Castillo Quartiellerz
- Date:
- 1907
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Credit: Die Augenheilkunde in der Römerzeit / von Rodolfo del Castillo y Quartiellers ; autorisierte Übersetzung aus dem Spanischen von Max Neuburger. Source: Wellcome Collection.
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![Phantastisch klingen folgende anibrosium aptßpoa'.o; göttlich amimetum a{x:|JLY]ioc unnachahmlich anieetum dvbaj-o^ unbesieglich phös cpws leuchtend isochrysum fooxpuaoc dem Golde gleich isotkeum laö&eoc, götterähnlich iheochristum freoyßiGToq Göttersalbe theodotiiwt itsoSoto^ Göttergeschenk Nach ihren Farben benannt sind folgende Kollyrien: chloron yj^pbc, grün cirron x$£6g gelb cycnion und cyna- rium jcöxvetos schwanenweiß Daß manche Kollyrien den Namen von kostbaren Edel- steinen tragen, erklärt F. de Mely (in seiner Arbeit über die Stempel der Okulisten und die Steinbücher des Altertums und Mittelalters1) durch die Annahme, daß wirklich minera- lische Substanzen verwendet wurden. Das trifft tatsächlich bei der samischen Erde oder beim Misy zu, aber nach Ansicht Esperandieus ist es kaum glaublich, daß so wertvolle Steine wie Amethyst, Türkis und Saphir, Bestandteile von Kollyrien ausmachten. Wahrscheinlich trugen derartige Kollyrien den Namen von Edelsteinen nur wegen der Farbe. Freilich darf man nicht vergessen, daß auch in unseren alten Pharmakopoen Smaragd, Hyazinth, Rubin, Topas, Saphir, als die fünf kost- baren Steine, welche herzstärkend wirken, figurieren. Zerrieben und pulverisiert bildeten sie wirklich Bestandteile von Elek- tuarien. Dioskurides2) sagt vom Saphir: er vertreibt Wuche- rungen in den Augen, Flecken und Blattern auf der Hornhaut; er zieht auch die zerrissenen Häute wieder zusammen. Manche Kollyrien trugen auch die Namen ihrer Erfinder, *) Revue de philologie, Paris 1892. 2) Dioskurides, V, cap. 156 (157).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21175767_0071.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


