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Credit: Vorlesungen über Akiurgie / Hrsg. von Th. Gluck. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![die bedeutungsvollsten Folgen für den Orgunismus entstehen, wenn es weder gelingt, das Aneurysma zu heilen, noch auch sein Wachs- thum zu hemmen. Wo die centrale Unterbindung nach Hunter aus anatomischen Gründen unausführbar ist, unterband Brasdor das peri- phere Ende der eri^rankten Arterie. IJeim Aneuryisma der Subclavia würde die Axillaris unterbunden werden müssen; Brasdor war der Ansicht, es genüge eine Aenderung der Circulation, um das Blut- coagulum, welches zur Heilung der Aneurysmen nothwendig sei, her- zustellen. In einer Reihe von Fällen ist in der That Heilung erfolgt. Man muss daher das Verfahren anwenden, wenn man dem Aneurysma nicht anders beikommen kann oder es zu platzen droht und alle sonst erlaubten Mittel im Stiche lassen. Im Allgemeinen jedoch sind die Erfolge recht unsicher. Vielleicht würden sie sich günstiger ge- stalten, wenn es möglich wäre, nach Wardro]) mehrere oder alle peri- pherischen Aeste zu unterbinden. Ein Fall ist bekannt geworden von einem Aneurysma der Subclavia in Philadelphia, wo nach Ligatur der Carotis, Axillaris, Vertebralis, Thyreoidea etc. das Aneurysma heilte. Mehrere andere Fälle verliefen ungünstig. Uni erbindet man auch einen Hauptarterienstamm, beispielsweise die Art. subclavia, bevor sie durch die Scalen! hindurchgegangen, also an der ersten Biegung, so können die Kranken doch an Blutungen zu Grunde gehen, nicht etwa aus dem unterbundenen Arterienstamme, sondern aus Blutungen peripher von der Ligatur. Die Thrombenbildung bleibt eben aus, weil so viele Collateralen entspringen, in denen die Circulation fortdauert. In jüngster Zeit hat Prof. Küster mit Erfolg die Brasdor-Wardrop'sche Operation auch bei Aneurysmen der Aorta ausgeführt und warm empfohlen. Misslingt die Blutersparniss, dann tritt an den Operateur die Forde- rung des Blutersatzes heran. Aber auch andere Zustände können den Blutersatz nothwendig machen: bei Anämien im Gefolge chronischer Krankheiten, bei allgemeinen Infectionszuständen, speciell Cholera asiatiea, bei acuten Veränderungen des Blutes, in Folge deren es zur Ernährung und Aufrechterhaltung des Lebens insufficient wird, ausge- dehnten Verbrennungen, Kolilenoxydvergiftung, Chloroformasphyxie, in Sonderheit aber bei grossen Blutverlusten hat man versucht, das Blut zu ersetzen oder durch directe Einspritzung von Medicamenten in die Blutbahn energischer auf den Organismus einzuwirken. Auch sub- cutan und intraperitoneal sind Infusionen verschiedener Flüssigkeiten gemacht worden, wie auch besonders vom Peritoneum aus eine rasche Resorption von Flüssigkeiten stattfindet und es ja wesentlich auf eine schnelle Wirkung belebender oder erregender Flüssigkeiten bei den](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21215376_0096.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)