Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1911
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Credit: Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![Daß auch der Verfasser der hippokratischen Schrift =. &ßdo- μάδων in diese Zeit gehört und entweder aus Milet oder aus dem nahe gelegenen Knidos stammte, ist teils schon oben be- gründet worden, teils wird es weiter unten nachgewiesen werden.”) Ziemlich auf derselben Höhe wie ihre literarischen und wissen- schaftlichen Leistungen. stehen aber auch die künstlerischen Schöpfungen der alten lonier, insbesondere auf den Gebieten der Architektur und Plastik. Von ihren älteren Tempelbauten sagt Pausanias 7, 5, 4: ἔχεν δὲ [ἡ ᾿Ιωνία] καὶ ἱερὰ οἷα οὐχ ἑτέρωϑι, πρῶ- τον μὲν τὸ τῆς ᾿Πφεσίας μεγέϑους τὲ ἕνεχα καὶ ἐπὶ τῷ ἄλλῳ πλούτῳ. δύο δὲ οὐκ ἐξειργασμένα ᾿Απόλλωνος, τό Te ἐν Βραγχίδαις τῆς Μιλησίας καὶ ἐν Κλάρῳ τῇ Κολοφωνίων. δύο δὲ ἄλλους ἐν ᾿Ιωνίᾳ ναοὺς ἐπέλαβεν ὑπὸ Περσῶν κατακαυϑῆναι, τόν τε ἐν Σάμῳ τῆς Ἥρας καὶ ἐν Φωκαίᾳ τῆς ᾿ϑηνᾶς. ϑαῦμα δὲ ὅμως ἦσαν καὶ ὑπὸ τοῦ πυρὸς λελυμασμένοι. Von dem alten Tempel der ephesischen Artemis, der durch den Brand des Herostratos vernichtet wurde, wissen wir, daß er dieselben gewaltigen Dimensionen hatte, wie das spätere Heiligtum, das (nach Bruns) nicht einen Neubau, sondern nur eine Wieder- herstellung bedeutete. Plinius (h.n. 7, 125; 36, 95) erzählt, daß der ephesische Artemistempel unter Leitung des Chersiphron von ganz Asien, Dionysios von Halikarnaß wohl richtiger, daß er von den Ioniern Kleinasiens errichtet ward (4, 25). Wenn ‘Herodot (1,92) berichtet, die meisten Säulen rührten von Kroisos her, so erklärt sich dieser Umstand leicht so, daß der Tempel von den loniern begonnen ward, ehe sie mit Kroisos in Krieg gerieten, dieser aber nach ihrer Besiegung den Bau fortführte” (vgl. Bruns, Künstler- gesch. 1 34 und II 324, wo auch die andern Zeugnisse zu finden sind).”) Auch Theodoros, der Sohn des Rhoikos von Samos, soll 31) Bei der ungeheuren Bedeutung, welche in der ältesten Zeit die ionische Literatur für alle gebildeten Griechen hatte, kann es nicht wunderbar erscheinen, daß bereits “in den ersten Jahrzehnten des 5. Jahrh. auch außerhalb Ioniens das ionische Alphabet im Buchwesen das herrschende war’. Wir können das schließen aus der merkwürdigen, bisher noch “wenig gewürdigten’ Tatsache, “daß der den An- fang eines Epos bildende Hexameter, den eine Papyrusrolle in der Schulszene auf der Durisvase aufweist’, in aiolischem Dialekt abgefaßt, aber in ionischem Alpha- bet geschrieben ist, während die übrigen Beischriften attisch geschrieben sind (KrETscHner, Einleitung in ἃ. Altert.-Wiss. 1 [1910] 8. 163 £.). 32) S. auch H. Brunss kl. Schrift. II 8, 34 fl.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003714_0034.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


