Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1911
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Credit: Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![Bildhauer Bion von Klazomenai oder Chios in diese Reihe (Brunn 1 41) Hinsichtlich der sehr mannigfaltigen Betätigung der genannten Meister verweise ich auf Brunns vortreffliche Dar- legungen; hier sei nur noch dies hervorgehoben, daß ihnen auch mehrere wichtige technische Erfindungen zugeschrieben wurden, die ihnen bei der Herstellung ihrer Werke von größtem Nutzen gewesen sein sollen. So bestand der Ruhm des Glaukos von Chios in der Erfindung der Lötung des Erzes und Eisens.”) Außerdem erwarb er sich nach Plutarch (de def. or. 47) noch ein weiteres Verdienst um die Bearbeitung des Metalls, indem er die Kunst der Erweichung durch Feuer und der Härtung durch Tauchen ins Wasser (μάλαξυν διὰ πυρὸς καὶ ὕδατος βαφήν) entweder erfand oder doch wesentlich vervollkommnete (Brunn I, 29). Noch größeren Ruhm als Glaukos aber gewann Theodoros von Samos durch die Erfindung des Winkelmaßes, der Richtwage, der Drehbank und des Schlüssels nach Plinius ἢ. ἢ. 7, 198°) und erprobte den Nutzen der Drehbank bei der Herstellung der Säulen des lemnischen La- byrinths.”) Auch soll er zusammen mit seinem Vater Rhoikos die für die Plastik so wichtige Kunst des Metallgusses er- funden haben.”) 35) Paus. 10, 16, 1: Τῶν δὲ ἀναϑημάτων ἃ οἵ βασιλεῖς ἀπέστειλαν οἱ “υδῶν, οὐδὲν ἔτι ἦν αὐτῶν εἰ μὴ σιδηροῦν μόνον τὸ ὑπόϑημα τοῦ Akvdrrov κρατῆρος. τοῦτο Γλαύκου μέν ἐστιν ἔργον τοῦ Χίου, σιδήρου κόλλησιν ἀνδρὸς εὑρόντος a τ. A Herod. 1, 25: ᾿ἡλυάττης δὲ 6 Δυδὸς.... ἀνέϑηκε... ἐς Δελφοὺς κρητῆρά τε ἀργύρεον μέγαν καὶ ὑποκρητηρίδιον σιδήρεον κολλητόν, ϑέης ἄξιον... Γλαύκου τοῦ Χίου ποίημα, ὃς μοῦνος δὴ πάντων ἀνθρώπων σιδήρου κόλλησιν ἐξεῦρε. Vgl. auch Paroimiogr. gr. Ip. 153, 100 8. v. Γλαύκου τέχνη ἐπὶ τῶν λίαν ἐντέχνων. Plut. de def. or. 47. 36) Plin. a. a. O. normam autem et libellam et tornum et clavem Theodorus Samius invenit. Eine einigermaßen ähnliche Erfindung auf dem Gebiete der Malerei (den Schattenriß) schreibt Athenagoras (p. 59 D) dem Samier Saurias zu. 37) Plin. 36, 90: Lemnius [labyrinthus] .. columnis tantum centum quin- quaginta memorabilior fuit, quarum in offieina turbines ita librati pependerunt, ut puero circumagente tornarentur. Architeeti illum fecere Smilis et Rhoecus et Theodorus. 38) Paus. 8, 14, 8: Διέχεαν δὲ χαλκὸν πρῶτοι καὶ ἀγάλματα ἐχωνεύσαντο ᾿ Ῥοῖκός te Φιλαίου καὶ Θεόδωρος Τηλεχλέους Σάμιοι. Θεοδώρου δὲ ἔργον ἦν καὶ ἡ ἐπὶ τοῦ λίϑου τῆς σμαράγδου σφραγίς. ἣν Πολυκράτης ὃ Σάμου τυραννήσας ἐφόρει TE τὰ μά- λιστα καὶ ἐπ᾽ αὐτῇ περισσῶς δή τε ἠγάλλετο (vgl. Herod. 3, 41). 10. 3, 12, 10: ταύτην τὴν Σκιάδα Θεοδώρου τοῦ Σαμίου φασὶν εἶναι ποίημα, ὃς πρῶτος διαχέαι σίδηρον εὗρε καὶ ἀγάλματα dm αὐτοῦ πλάσαι. Vgl. 9, 41, 1. το, 38, 6.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003714_0036.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


