Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1911
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Credit: Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![partus dinumerationem m<eynsu[ru [πὶ [Hds. mansurum; [ΠΤ ΤΕ I 395: emensum; RoscHErR, Hebdom. 137 A. 196: mensum = men- sium], infantiumque dentes a septimo mense prorumpere, septimo mutari anno [= II. &ßd. 5]; bis septimo incipere puber- tatem [— IT. ἐβδ. 5], ter septimo florem barbae juvenilis absolvi’ etc. [= II. ἐβδ. 5]. Die von mir gesperrt gedruckten Worte fehlen im Gegensatz zu den übrigen bis jetzt in unserer heutigen Überliefe- rung von II. £ßdou., finden sich jedoch wieder gerade in den von der Siebenzahl handelnden Abschnitten des Buches #. σαρχῶν (1 9) und in dem wohl auch lückenhaft überlieferten Traktat von den Siebenmonatskindern (9 = VH 448 L.), der ebenso wie π. σαρκῶν Teile des ursprünglichen Buches von der Siebenzahl zu enthalten scheint.°‘) Es läßt sich also aus diesen Tatsachen wohl der Schluß ziehen, daß noch Poseidonios ein vollständigeres Exemplar des Buches IT. £ßd. besessen haben muß, als unsere lateinischen Über- setzungen voraussetzen lassen. Vielleicht sind sogar die letzten Herausgeber der beiden Bücher #. &ßd. und #. σαρκῶν identisch. Denn nur so erklären sich verhältnismäßig leicht die am Schluß von #. δαρχῶν stehenden Worte (VIII p. 614 L.): τῆς δὲ φύσιος τὴν ἀνάγκην, διότι ἐν ἑπτὰ τουτέων ἔκαστα διοικεῖται ἐγὼ |d. h. der letzte Redaktor des Corpus Hippocrateum, nicht der ursprüngliche Ver- fasser] φράσω ἐν ἄλλοισιν. (Vgl. ob. Anm. 85.) 94) Vielleicht gehört hierher auch das von Lirrr£ VII 627 angeführte Hippokratesfragment aus Originis NE .e cod. Paris... ed. E. Mıtrer, Oxon. 1851 p. 101: Imnoxgdrng Akyeı'| ἑπτὰ ἐτῶν παῖς πατρὸς ΠΣ δ, was [πΤΎ8 8 weder in der latein. Übersetzung des Buches II. ξβδ. noch in den übrigen Schriften des “Hippokrates’ hat auffinden können. Es wäre denkbar, daß es aus dem alten ursprünglichen Buche von der Siebenzahl stammt, in das es dem Sinne nach gut hineinpassen würde. ” 95) Eine weitere Lücke, die in der jetzigen Überlieferung von #. &ßd. ent- schieden klafft, füllt ebenfalls der Schluß von π. σαρκῶν aus mit den Worten: Ἔστι δὲ καὶ ἄλλο τεκμήριον᾽ [für die physiologische Bedeutung der Sieben] τοὺς ὀδόντας οἵ παῖδες ἑπτὰ ἐτέων διελϑόντων πληροῦσι καὶ ἐν ἑπτὰ ἔτεσίν ἐστι δὴ λόγῳ καὶ ἀριϑ- μᾷ ἀτρεκέως δεκάδες ἑβδομάδων [ἐξ καὶ τριήκοντα καὶ ἥμισυ δεκάδος, ἑβδομάδες πέντε καὶ] ἑξήκοντα καὶ τριηκόσιαι. Daß der ursprüngliche Verfasser der Schrift von der Siebenzahl auch dieses Argument kennen mußte, folgt schon aus seinem Passus über die 7 Lebensalter, denn von der ersten ἡλικία heißt es in dem bei Philo de mu. opif. 36 erhaltenen Bruchstücke ausdrücklich: Καὶ παιδίον μέν ἐστιν ἄχρις ἑπτὰ ἐτέων᾽ ὀδόντων ἐκβολῆς κ. τ. λ.; vgl. auch Solon fr. 27, 1 Bergk. Hierher möchte ich endlich auch dem Inhalte nach folgende weitere Bemerkungen über die nach Hebdomaden vor sich gehende Entwicklung der Zähne aus m. oagx. 13 = VIII](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003714_0065.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


