Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1911
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Credit: Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![kennen lernen, entsprechend dem Zwerchfell in der Mitte des menschlichen Leibes, dem Sitze der Seele nach altionischer An- schauung (8. oben $. ı3ff.). Ähnlich verlegen auch die Pythagoreer den Sitz der Weltseele (τὸ ἡγεμονικόν) in das Zentralfeuer (Aöt. 2, A, 15; Stob. ı, 21, δᾶ. = Dmus’ 1, 237, 241... Aber trotz der Übereinstimmung in diesen wie in anderen Punkten (s. ob. 8. 39 und unt. 8. 73) mit dem älteren Pythagoreismus kann nicht ver- kannt werden, daß auch hier wieder die Lehre unseres Hebdomaden- theoretikers ein wesentlich primitiveres und daher altertüm- licheres Gepräge trägt als die Kosmologie der Pythagoreer. V. Sphäre V: Die Sphäre der Luft. Parisin. 2142: πέμπτη μοίρα ἡ τοῦ ἠέρος σύστασις καὶ κόσμος [Hs. κόσμου], παρέχουσα ὑετοὺς καὶ ἀστραπάς. . .. καὶ χίονας. Ambros.: quintum [ordinem] aöris constitutionem, habens pluvias et corruscationes et tonitrua et nives et grandines et ce- teras causas. Paris. lat.: quinta pars aöris constitutio mundi, habens plu- vias et coruscationes et tonitrua et nives et grandines et cetera sic. Arab.: die fünfte das Sichzusammenballen der Luft, was Regen, Blitz, Donner, Schnee, Hagel usw. bewirkt. Galens Kommentar fol. 4° z. ἃ. St.: Dunst und Nebel steigen von der Erde empor und von dem Meere, den Teichen und Flüssen, am meisten im Winter, weil dann die Erde warm ist. In der Luft verdicken sie sich und ballen sich zu Wolken zusammen. Wenn diese sich aneinander reiben, entstehen Winde, welche aus den engen Zwischenräumen mit großer Gewalt herniederfahren und so den Donner verursachen. Darauf erfolgen Regengüsse, am leichtesten, wenn die Luft kalt ist, also im Winter. Mit diesen Annahmen steht unser Autor den ältesten Ioniern, insbesondere dem Anaximandros und Anaximenes, außerordentlich nahe. Vgl. Ast. 3, 3, ı = DieL#’ 1, τό, 21ff.: Περὶ βροντῶν ἀστρα- πῶν κεραυνῶν πρηστήρων τὲ καὶ τυφώνων. Avefiuavdgog ἐκ τοῦ πνεύματος ταυτὶ πάντα συμβαίνειν᾽ ὅταν γὰρ περιληφϑὲν νέφει παχεῖ βιασάμενον ἐχπέσῃ τῇ λεπτομερείᾳ καὶ κουφότητι, τόϑ᾽ ἡ μὲν ῥῆξις τὸν ψόφον, ἣ δὲ διαστολὴ παρὰ τὴν μελανίαν τοῦ νέφους τὸν διαυ- γασμὸν ἀποτελεῖ. --- Senec. N. Q. 2, 18: Anaximandros omnia ad spiritum retulit. Tonitrua, inquit, sunt nubis ictae sonus. Quare inaequalia sunt? Quia et ipse spiritus inaequalis est. Quare et](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003714_0075.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


