Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1911
Licence: Public Domain Mark
Credit: Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
86/176 page 74
![14 W. H. RosScHER, [ARTE wesen ist, ist schwer zu sagen. Wir werden vielleicht der Wahr- heit am nächsten kommen, wenn wir mit Galen in seinem Kom- mentar annehmen, daß von der Mischung sämtlicher Elemente'”°), die sich am vollkommensten im Mond und seiner mittleren Sphäre vollzogen hat, die Rede war. Auch schließe ich aus dem ζῶντα (viventia) und dem de... κινεῖται (semper moventur), daß der Makrokosmos, ebenso wie die Mikrokosmen, in allen seinen Teilen (Gliedern, Sphären) als lebendig und deshalb bewegt gedacht wird, eine Ansicht, die ja für sämtliche ionische Naturphilosophen (Hylozoisten) charakteristisch ist (s. ob. S. τὸ). Vielleicht war auch noch gesagt, daß die Bewegung des Kosmos und seiner Sphären durch πνεύματα (ἄνεμοι), die natürlichen Äußerungen der ψυχὴ τοῦ κόσμου, hervorgebracht werde, wie das auch mehrere andere alte Physiker angenommen haben.) Die Ergänzung HARDERS ὑπὸ τῶν ἀεὶ ὄντων ϑεῶν (8. dessen deutsche Übersetzung des arab. Textes) leuchtet mir nicht recht ein; ich würde eher vermuten: ὑπὸ τῶν ἀεὶ {(πνελόντων (ἀνέμων oder πνευμάτωνΣ ῥηϊδίως κινεῖται. Fortsetzung und Schluß: Die 7 die Jahreszeiten be- stimmenden Gestirne. Parisin. 2142: Τὰ τοίνυν ἄστρα τὰ οὐράνια ἑπτὰ ἐόντα τάξιν ἔχει τῆς τῶν ὡρέων [ὡραίων Hds.| ἐκδοχῆς [ἐνδοχῆς Hds.|. (ἀκολουϑέει Sr, σελήνῃ μὲν ὁ ἥλιος, ἡλίῳ δὲ σελήνη. Arorovdee δὲ ἄρκτος τῷ ἀρπ- 145) Feuer (Äther), Luft, Wasser, Erde oder ϑερμόν, ψυχρόν, ὑγρόν, ξηρόν. — Dieselben vier Elemente nimmt auch unser Verfasser an (s. ob.); nur teilt er den Äther in drei Sphären, um die Zahl Sieben herauszubekommen; vgl. GILBERT, D. meteor. Theorien d. griech. Alt. 8. 253, I. 146) Vgl. Zeuner? I, 223 u. 228: “Die Bewegung der Himmelskörper scheint Anaximander von den Luftströmungen hergeleitet zu haben, welche die Drehung der Gestirnsphären herbeiführen’: Aristot. Meteor. B. ı. 353” 6: ὑπὸ δὲ τοῦ ἡλίου ξηραι- νόμενον [τὸ ὑγρὸν] τὸ μὲν διατμίσαν πνεύματα καὶ τροπὰς ἡλίου καὶ σελήνης φασὶ ποιεῖν = ΠΙΒτ,551, 16, 42. Theophr. fr. 39 Wi: ὑγροῦ γὰρ ὄντος τοῦ περὶ τὴν γῆν τόπου τὰ πρῶτα τῆς ὑγρότητος ὑπὸ τοῦ ἡλίου ἐξατμίξεσϑαι καὶ γίνεσϑαι τὰ πνεύματά τε ἐξ αὐτῆς καὶ τροπὰς ἡλίου τε καὶ σελήνης... “Hippokr.’ π. φυσῶν 3 = VIp. 94 L.: ἡλίου τε καὶ σελήνης καὶ ἄστρων ὃδὸς διὰ τοῦ πνεύματός ἐστιν᾽ τῷ γὰρ πυρὶ τὸ πνεῦμα τροφή τοῦ δὲ πνεύματος τὸ πῦρ στερηϑὲν οὐκ ἂν δύναιτο ζῆν ὥστε καὶ τὸν τοῦ ἡλίου δρόμον ἀξνναον ὃ ἀὴρ ἀένναος καὶ λεπτὸς ὧν παρέχεται. Bekannt- lich denken sich Anaximandros und Anaximenes auch die Seele luft- oder windartig (ἀερώδης, ἀερία): Dieus? I, 17, 16f.; 20, 43. Diese Vorstellung ist, wie die Etymo- logie von ψυχή lehrt, uralt und volkstümlich,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003714_0086.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


