Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1911
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Credit: Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![allgemeinen, sondern ganz speziell von Jahreszeiten handelt, aus der Reihe der acht aufgezählten Gestirne der Mond ausgeschaltet werden muß, den man niemals zur Bestimmung der Jahreszeiten, sondern immer nur zur Bemessung der Monate und deren Ein- teilung benutzt hat.'”) Dagegen muß die Sonne, die man zur Berechnung nicht bloß des Jahreslaufes, sondern auch der Sonnen- wenden (rooxei) und der Tag- und Nachtgleichen von jeher be- obachtet hat, unbedingt beibehalten werden. Ubrigens konnte jeder Leser hier um so eher an die Ausschaltung des Mondes denken, als dessen Bedeutung bereits in dem unmittelbar voraus- gehenden Satze zur Sprache gekommen war. Wir werden später (S. 93) sehen, daß er auch als in der Mitte zwischen Erde und Himmel schwebend, und also gewissermaßen das Zwerchfell (und den Nabel?) des Kosmos darstellend, von unserem Verfasser für den Sitz der Weltseele gehalten wird. y) Die sieben Winde. Parisin. 2142: Περὶ ἀνέμων. Avtuov αὖ ἑπτὰ ἅμα) πνέουσιν... ες περιόδους ποιεύμενοι καὶ κίνησιν ἀόρατον πλανῆσιν (Sic) ἀπνευματὶ τοῦ πνεύματος ἰσχὺν ποιεύμενοι. ἀρχὴ μὲν οὖν ἀνέμων, Oder tatis initium, solstitium aestivum, canis ortus und areturi ortus, Pleiadum occasus. — Erwähnungen des Arkturos finden sich π. ἀέρ. 10 =II 50 L.; ἐπιδημ. 1,4 = ἘΓΘΙΘΊΤ τα, 7-4 6383.1L:3 = ΠῚ 2:68 L:sder. Pisjaden: ἐπιδήμ. α΄ 7=0638L;; 10. δέῃ. IT =U 50£. L.; &mıönu. ὦ“ — ID 598 L.; ΠῚ 614 L.; 622 L.; 650 L; y = III 98 L.; des κύων: m. ἀέρ. 10 = 1] 50 L.; π. τ. vr. παϑῶν 39 = VI 260 L. — 8. auch Thukyd. 2, 78, 2: περὶ ἀρκτούρου ἐπιτολάς. 154) Infolgedessen spielt der Mond (mit seinen Phasen) eine auffallend geringe Rolle im Corpus Hippocrateum, obwohl im letzten Grunde die so zahlreichen hebdo- madischen Fristen (5. Hebdomadenlehren’ S. 61) sämtlich durch ihn bedingt sind, Er wird abgesehen von π. Eßd. nur noch erwähnt π. @vo. 3 (ἡλίου καὶ σελήνης καὶ ἄστρων ὁδὸς διὰ τοῦ πνεύματός ἐστιν) und in den philosophischen Partien von σι. διαίτ. α΄ (5: 10), sowie in dem Abschnitt über die Träume (ebenda 89). 155) Ich vermute hier: Avsuoı [4885 ἀνέμων der Hds. ist wohl aus Dittographie — vgl. das unmittelbar vorausgehende II. ἀνέμων — entstanden] αὖ [d. h. auch hier spielt (abermals) die Sieben e. Rolle] ἑπτὰ (ἄλλος ἄλλοϑενΣ πνέουσι. Daß aus dem doppelten, vom Schreiber nicht verstandenen 4A4A- AAA leicht das törichte &ul«] entstehen konnte, dürfte klar sein. 156) “Stark verderbt ist hier der Text des griech. Fragmentes: νέμων — ποιεύμενοι, wozu die Übersetzung des Ambr.: Ventorum rursus regiones septem (Par. addit: respirationes) habent, tempus circuitum facientes et motum vege- tantem (Par.: mox vegetatem et roris (lies erroris; 5. 0. πλανῆσιν) respiramen](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003714_0091.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


