Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1911
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Credit: Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![selten weht wie der NW, konnte unbedenklich ignoriert werden. So weist auch die Windrose in der Schrift von der Siebenzahl ebenso wie ihre Weltkarte und die Bezeichnung Ioniens als des “Zwerchfells’ der Welt mit Bestimmtheit auf einen in Milet oder Knidos wohnhaften Verfasser hin. d) Die sieben Jahreszeiten. Parisin. 2142: Περὶ ὡρῶν. Ὧραι δ᾽ ἐνιαύσιοι ἑπτά. Εἰσὶ δὲ αὗται σπορητός [H8.: -arog], χειμών, φυταλιά, ἔαρ, ϑέρος, ὀπώρα, μετό-- πῶρον. Αὗται ἀλληλέων διαφέρουσι διὰ τάδε. Σ'πορητὸς ἐν ϑέρει οὐ γόνιμος οὐδὲ φύτευσις ἐν μετοπώρῳ, οὐδὲ ἄνϑησις ἐν χειμῶνι, οὐδὲ βλάστησις ἐν ϑέρει, οὐδὲ πέπανσις ἐν χειμῶνι. Ambros.: Tempora autem annualıa septem etherias partes habentia') sunt hae<c>: seminatio, hiems, plantatio, ver, <a)estus, autumnus, postautumnu(s). Haec invicem a se differunt prop- ter ea: Sementatio in <a)estate non valde generat, nec plantatio in» postautumno [Hs.: -num], nec floritio «in hieme), nec fructi- feratio in aestate, nec maturitas <in hieme». Paris. lat.: Tempora autem annuales septima etherien par- tem habentes: sunt autem hec: sementatio, hiemps, plantatio, ver, aestas, autumnus), [-num], postautumnus) [-num]. Hca)ec in- 166) Vgl. dazu Galen XVII A ı7f. Κύην (s. auch Hippoer. I p. 387£. L. und Lirre& VIII 635): Καὶ ὅσοι τὸν ἐνιαυτὸν εἰς ἑπτὰ τέμνουσιν ὥρας, ἄχρι μὲν τῆς ἐπι- τολῆς τοῦ κυνὸς ἐχτείνουσι τὸ ϑέρος, ἐντεῦϑεν δὲ μέχρις ἀρκτούρου τὴν ὀπώραν. Οἵ δ᾽ αὐτοὶ καὶ τὸν χειμῶνα τριχῇ τέμνουσι, μέσον μὲν αὐτοῦ ποιοῦντες τὸν περὶ τὰς τρο- πὰς χρόνον᾽ τοὺς δ᾽ ἑκατέρωθεν τοῦδε, σπορητὸν μὲν πρόσϑεν, φυταλιὰν δὲ τὸν ἕτε- οον᾽ αὐτοὶ γὰρ οὕτως ὀνομάζουσι. Καὶ μέντοι κἂν τῷ Περὶ Ἑβδομάδων Ἵπποκρά- τους ἐπιγραφομένῳ 0 Denon» vor ἐστὶν εὑρεῖν τὸν ἐνιαυτὸν εἰς ἑπτά, τοῦ μὲν φϑινοπώρου καὶ τοῦ ἦρος τ πεφυλαγμένων, τετμημένων δὲ τοῦ μὲν χειμῶνος εἰς τρία μέρη, τοῦ δὲ ϑέρους εἰς δύο. 167) Die arabische Übersetzung scheint diesen Zusatz zu erklären. Galen sagt nämlich fol. 16”: “Hippokr. gibt eine Einteilung des Jahres nach den Verände- rungen in der Atmosphäre (fol. 16”): Denn die Luftveränderungen haben auch einen Wechsel der Winde und der Jahreszeiten im Gefolge” [HArver.] Vgl. hierzu “Hippokr.’ m. φυσῶν 3 = V194L.: τοῦτο [τὸ πνεῦμα —= ὁ ἀὴρ] καὶ χειμῶνος καὶ ϑέρεος αἴτιον, ἐν μὲν τῷ χειμῶνι πυκνὸν καὶ ψυχρὸν γινόμενον, ἐν δὲ τῷ ϑέρει πρηὺ καὶ γαληνόν. Vielleicht ist statt etherias partes habentia (welche Worte freilich im grichischen Text keine Entsprechung haben) etwa zu lesen: a&rios partus [αἰτίας] habentia — sie haben ihren Ursprung in den Luftverhältnissen. Man beachte, daß aus guten Gründen der Abschnitt von den Jahreszeiten unmittelbar auf das von den Winden handelnde Kapitel folgt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003714_0096.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


