Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1911
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Credit: Über Alter, Ursprung und Bedeutung der Hippokratischen Schrift Von der Siebenzahl : ein Beitrag zur Geschichte der ältesten griechischen Philosophie und Prosaliteratur / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![ad septies septem; senior vero LX et III ad VIIII ebdomadas; ex- inde senex in quatuordecim ebdomadas. Parisin. lat.: Sic autem et in hominis natura septem tempora sunt; etates appellantur; puerulus puer adolescens juvenis vir ju- nior senex: hec sunt sic: puerulus usque ad septem annos in den- tium immutationem. Puer autem usque ad seminis emissionem XIV annorum ad bis septinos. Adulescens autem usque ad barbas unum et vigintı annorum ad ter septimum usque ad crementum corporis. Juvenis autem consummatus in XXXV annorum quinque septenos. Vir autem usque ad XL et VIIII ad septie et septem; junior vero LX et Ill et in VIIII ebdomadis. Exinde senex in quatuordecim ebdomadas. Arab.: Lebensalter. So gibt es nun im menschlichen Dasein [= ἐπ ἀνθρώπου φύσιος — in hominis natura — arab. tabia: Harper] sieben Zeiten, welche wir Lebensalter nennen: Kind, Knabe, Jüngling, junger Mann, Mann, bejahrter Mann, Greis. Das Alter des Kindes reicht bis zum 7. Jahre, bis zum Zahnwechsel, des Knaben bis zum 14. [= 2x 7.|, der Pubertät, des Jünglings bis zum 21. [= 3x 7.1, dem Sprossen des Bartes, des jungen Mannes bis zum 28. |= 4x 7.1, dem völligen Ausgewachsensein des Körpers, des Mannes bis zum 49. [= 7x 7.1, des bejahrten Mannes bis zum 56. [= 8x 7.] Jahre. Von da an wird er Greis genannt. Sehr passend folgt der Abschnitt von den 7 Lebensaltern unmittelbar auf das von den 7 Jahreszeiten handelnde Kapitel, weil nach einer uralten und weitverbreiteten Anschauung des griechischen Volkes die einzelnen Stufen des menschlichen Lebens den einzelnen Jahreszeiten entsprechen oder mit ihnen verglichen werden.'“) Ungefähr ebenso alt ist aber auch die Einteilung des nor- malen menschlichen Lebens in Hebdomaden von Jahren. Wir be- 169) So entsprechen z.B. die 4 ἡλικίαι der Pythagoreer ihren 4 ὧραι. Vgl. Laert. Diog. 8, 10: διαιρεῖται δὲ καὶ [ὁ Πυϑαγ.] τὸν τοῦ ἀνθρώπου βίον οὕτως Παῖς εἴκοσι ἔτεα, νεηνίσκος εἴκοσι, νεηνίης εἴκοσι. γέρων εἴκοσι. ai δὲ ἡλικίαι πρὸς τὰς ὥρας ὧδε σύμμετροι᾽ παῖς ἔαρ. νεηνίσκος ϑέρος. νεηνίης φϑινόπωρον, γέρων χει- μών (vgl. dazu meine Tessarakontaden’ S. 76f. nebst Anm. 100). Athen. 995: m- μάδης ὁ ῥήτωρ ἔλεγε .... ἔαρ τοῦ δήμου τοὺς ἐφήβους. — Aristot. rhetor. I, 7, 34: Περικλῆς τὸν ἐπιτάφιον λέγων τὴν νεότητα ἐκ τῆς πόλεως ἀνῃρῆσϑαι ὥσπερ τὸ ἔαρ ἐχ τοῦ ἐνιαυτοῦ εἰ ἐξαιρεϑείη.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29003714_0098.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


