Über die ätiologischen Beziehungen des Myxoma Chorii zu den malignen Erkrankungen des Uterus ... / Otto König.
- König, Otto (Heinrich Friedrich Otto), 1866-
- Date:
- [1895?]
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Credit: Über die ätiologischen Beziehungen des Myxoma Chorii zu den malignen Erkrankungen des Uterus ... / Otto König. Source: Wellcome Collection.
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![zellen zum Teil in alveoläre Gruppen ungeordnet, da¬ zwischen alveolär geordnete kleine spindelförmige Zellen, in feinem aus Fibrin bestehendem Netzwerk. Am 3. August wurde die Frau zum zweiten Ma] aufgenommen. Nachdem sie sich die ersten 6—7 Wocher nach der Entlassung völlig wohl befunden hatte, war in der zweiten Hälfte des Juli unter massiger Fieberbewe¬ gung von neuem lästiger, zuletzt jauchiger Ausfluss aus der Vagina aufgetreten. Man fand jetzt den Uterus kindskopfgross, den äusseren Muttermund wiederum gul durchgängig, im Cervicalcanal wiederum einen höckeri¬ gen, härteren, von der rechten Seite der Corpuswand polypenartig herabtretenden Tumor. Nachdem zunächst wiederum mit dem Finger, dei Curette und der Kornzange das Cavum corporis gründ¬ lich ausgeräumt und irrigiert war, wurde am 8. Augusl die Exstirpation des Organs vorgenommen. Dieses Vor¬ gehen schien um so mehr indiciert, als die mikroskopi¬ sche Untersuchung ähnliche, wenn auch nicht ganz gleiche Ergebnisse wie das erste Mal geliefert hatte. Der Verlauf war ein durchaus günstiger; nur ein¬ mal — am Abend des dritten Tages — erhob sich die Temperatur bis 38,5. Entlassung 3x/2 Wochen nach der Operation. Das Befinden der Frau soll nach der Operation an¬ dauernd gut gewesen und ihr Kräftezustand wieder ganz der frühere geworden sein. Von dem exstirpierten Or¬ gan macht Löhlein die Mitteilung, dass es 16 cm in Länge, 8 cm Breite und 7 cm im sagittalen Durchmesser zeigte. Die Wand des Cervix war völlig gesund, im Cavum corporis dagegen fand sich an der vorderen Wand nach rechts und auf die Innenfläche des Fundus sich fortsetzend ein mehr als 5 Markstück grosses Ulcus, dessen flach prominierende Oberfläche unregelmässig zer¬ klüftet und von einem missfarbigen schmierigen Belas überzogen war. Getrennt von diesem fanden sich ein zelne kleinere Knoten in der Corpuswand, nahe dei Grenze zwischen Schleimhaut und Muscularis. Die mikroskopische Untersuchung von vorher abge¬ tragenen Geschwulstteilen wie auch von Partieen der Ge Schwulstbildung und ihrer Basis ergab deutlich sarco matöse Structur mit herdweisen Einlagerungen von grossen](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30591004_0012.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)