Lehrbuch der anatomie des menschen / von C. Gegenbaur ; mit 558 zum theil farbigen holzschnitten.
- Carl Gegenbaur
- Date:
- 1883
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Credit: Lehrbuch der anatomie des menschen / von C. Gegenbaur ; mit 558 zum theil farbigen holzschnitten. Source: Wellcome Collection.
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![In seltenen Fällen theilt sich die Cephallca humeri in einen unterhalb der Clavi- cula zur Axillaris verlaufenden und einen über die Clavicula hinweg zur Subclavia tretenden Zweig, dem dann eine oberflächliche Lage zukommt. — Die Vena cephalica humeri wird als eine Fortsetzung der Cephalica antebrachii angesehen , als welclie sie auch in einzelnen Fällen sich darstellt. Durch K. Eaedelbben ist jedoch nachgewiesen, dass sie als V. cephalica ascendens eine erst secundär sich ausbildende Vene ist, die im fötalen Zustande entweder nur schwach entwickelt besteht, oder sogar durch eine erst an der Schulter sich sammelnde V. cephalica descendens vorgestellt wird. Aber auch später bleibt die untergeordnete Bedeutung der Cephalica humeri dadurch ausgedrückt, dass ihre Verbindungen mit den Venen des Unterarms schwächer sind als die Fortsetzung der Vena cephalica antebrachii zur V. basiliia. H. L. Barkow, Die Venen der oberen Extremität des Menschen. Fol. Breslau 1868. Braune u. Trübiger, Die Venen der menschl. Hand. Leipz. 1872. K. Bardeleben, Jenaische Zeitschr. Bd. XIV. Vena azygos. § 242. Dieser auf der rechten Seite der Brustwirbelsäule aufsteigende Venenstamm begibt sich etwa am 3ten Brustwirbel über den rechten Bronchus zur oberen Hohl- vene (Fig. 467). Er nimmt auf seinem Verlaufe quere Anastomosen mit einem linkerseits verlaufenden Venenstämmchen auf, V. hemiazygos (Fig. 469], welche das gleiche Wurzelgebiet besitzt. Beim Bestehen mehrerer solcher Anastomosen ist die Hemiazygos in einen oberen und unteren Abschnitt getheilt, deren jeder mit einem Querstamme sich der Azygos verbindet. Der obere Ab- schnitt der Hemiazygos ist zuweilen in eine V. intercostalis suprema fortgesetzt und anastomosirt mit der V. auonyma sinistra, worin das Fortbestehen eines primitiven Verhältnisses zu erkennen ist (vergl. S. 7 07). Während in dem Verlaufe beider- seitiger Längsstämme meist eine gewisse Symmetrie besteht, bieten die Commu- nieationen assymmetrische Befunde. Das Wurzelgebiet der V. azygos wie der Hemiazygos ist die hintere Thoraxwand, von Avelcher Vv. intercostales po- steriores in die Längsstämmchen eintreten. In jede Intercostalvene mündet noch eine von der Wirbelsäule kommende Vene ein. Von benachbarten Ein- geweideu treten besonders Venae oesophageae und b)-onchiah's posteriores diesem Gebiete zu ; die rechte V. bronchialis in die Azygos, die linke in die Hemiazygos. Mit den Lumbaivenen steht sowohl Azygos als Hemiazygos in Verbindung, indem eine V. lunibal/s ascendens (Fig. 469) aus lumbalen Geflechten in den Anfang jener fortgesetzt ist und dadurch Communicationen mit dem Gebiete der unteren Hohlvene bewerkstelligt. Von den Varietäteii der V. azygos und hemiazygos seien nur zwei Zustände er- wähnt. In dem einen geht die Hemiazygos ganz in die V. anonyma sin. über, welcher Zustand sich unmittelbar an das primitive Verhalten anschließt. In dem anderen Falle ist sie in eine größere Anzahl von Querstämmcheu aufgelöst, welche zur Azygos hin- über verlaufen. Nur das obere und untere Ende der Hemiazygos bleibt dann gewöhn-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21053959_0742.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)