Lehrbuch der anatomie des menschen / von C. Gegenbaur ; mit 558 zum theil farbigen holzschnitten.
- Carl Gegenbaur
- Date:
- 1883
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Credit: Lehrbuch der anatomie des menschen / von C. Gegenbaur ; mit 558 zum theil farbigen holzschnitten. Source: Wellcome Collection.
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![abführt. Diese drei Stämme bilden sich — abgesehen vom Ductus thoracicus — meist erst in der Nähe der Venen, in die sie einmünden, sind daher von geringer Länge und bleiben entweder getrennt, oder an der Mündung in verschiedener Combination vereinigt. Durch die Vereinigung aller Stämme einer Seite entsteht ein Truncus lymphaticus communis. Die stets mit vcrschlussfähigen Klappen ver- sehenen Mündungen finden sich meist in der Nähe der Verbindung der V. jug. int. mit der V. subclavia, im Vereinigungswinkel beider. Eine oder die andere der Mündungen ist häufig einer jener Venen zugetheilt. So begegnen wir schon an den Stämmen schwankenden Verhältnissen, welche auch bezüglich des Kali- ber bestehen. In den Lymphgefäßstämmen vereinigen sich Lymphgefäßzüge oder Stränge, welche Lymphdrüsen durchsetzt haben. Da diese letzteren in die Bahn der Gefäße eingeschaltet sind, wird ihre Darstellung mit jenen geboten. Die peri- pherisch gelagerten Drüsen senden ihre Vasa efferentia zu mehr central gelager- ten DrüseU;, für welche sie Vasa afFerentia sind. 1) Truncus jugularis: Sammelt die Lymphgefäße, welche als ober- flächliche und tiefe, aber unter einander zusammenhängende Geflechte und Züge am Halse herabziehen. Der Plexus [lymph.) jugularis superficialis [externus] nimmt Lymphgefäße vom Hinterhaupte, von der Ohr- und Schläfengegend auf. Glandulae occipitales [l—2] liegen an der Nackeulinie und schließen sich lateral an GL auriculares posteriores, welche über der Insertion des M. sterno-cleido- mastoideus sich finden. Von vorne her ziehen Gefäße im Bereiche derVenae faciales herab. Die von der Schläfe kommenden treten zu Gl. auriculares anteriores (2—4) welche theils über, theils unterhalb der Parotis liegen. Weiter nach vorne sam- meln Gl. submaxillares Gefäße vom Gesicht her, während die Gefäße der tieferen Theile des Gesichtes sich theilweise zu letzteren aber auch zu Gl. faciales pro- funclae (4—6) begeben . die zur Seite des Pharynx liegend , dem Gebiete des Plexus jugularis profundus (internus) angehören. Den Submaxillardrüsen schließen sich vorne Gl. submentales (2—3) an, deren Vasa efi'erentia gleichfalls zu beiden Geflechten gelangen. In die Bahnen des PI. jugularis externus und Gl. cervicales superficiales (5—6) eingeschaltet, welche vom Platysma bedeckt, theils auf dem M. sterno-cleido-mastoideus theils an dessen Hinterrand liegen, zuweilen zerstreut, einzelne auch wohl mehr nach vorne zu. Die Vasa efferentia derselben verlaufen zum PI. jugularis profundus. Die oberen Glandulae cervicales superficiales schließen sich an die Gl. auriculares posteriores und Gl. submaxillares an. Der Plexus jugularis profundus erstreckt sich längs der tiefen Halsgefäße bis zur Basis cranii, wo er aus der Schädelhöhle die Blutgefäße begleitende Lymphbahnen aufnimmt. Auf der ganzen Strecke des Plexus sind Gl. cervicales profundae (10—20) vertheilt, die wieder als obere und als untere unterschieden werden. Die letzteren liegen in der Fossa supraclavicularis, und an sie schließen sich die unteren Gl. cerv. superficiales an. Den oberen Gl. cerv. prof. streben Lymphgefäße vom Pharynx und von der Zunge zu. In die Bahnen der letzteren](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21053959_0758.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)