Lehrbuch der anatomie des menschen / von C. Gegenbaur ; mit 558 zum theil farbigen holzschnitten.
- Carl Gegenbaur
- Date:
- 1883
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Credit: Lehrbuch der anatomie des menschen / von C. Gegenbaur ; mit 558 zum theil farbigen holzschnitten. Source: Wellcome Collection.
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![Der Kam HS anterior gibt dem M. sartorius Zweige und entsendet einen Ast, der bald vor, bald hinter den Schenkelgefäßen zum M. pectineus verläuft. 3—4 Hautäste durchbohren die Fascie und verlaufen an der vorderen und me- dialen Fläche des Oberschenkels bis zum Knie sich vertheilend herab. Nach dem Verbreitungsgebiete können die Hautäste in vordere und mediale geson- dert werden. Von den vorderen durchbohrt einer zuvreilen den M. sartorius. Im All- gemeinen treten sie höher oben aus als die medialen, weil das Gebiet der letzteren durch den N. lumbo-inguinalis von oben her beschränkt wird. Die Ausdehnung des Gebietes des N. cutan. fem. externus beeinflusst den Verbreitungsbezirk dieser vorderen Äste. Von den medialen Asten begleitet einer (der N. saphenus minor) die Vena saphena magna auf einer Strecke am Oberschenkel. Von diesen Hautästen repräsentiren die vorderen den N. cutaneus f'emoris me-. dius, der sich bis zum Kniegelenk herab verzweigt; die medialen, häufiger durch einen einzigen Nerven vertreten, stellen einen N. cutaneus femoris internus vor. Sein Gebiet erstreckt sich gleichfalls bis zum Knie herab. Mit dem vorigen besteht ein compensatorisches Verhalten. Der Ramus posterior theilt sich in zahlreiche i/i^^/ie/äs/e, von denen einer lateral zum M. rectus femoris und mit der Art. circumfl. ext. zum M. vastus externus tritt. Andere verlaufen zum M. femoralis und M. vastus medialis. Ein feiner Zweig begibt sich zur Arteria femoralis und begleitet dieselbe. Endlich geht noch als Fortsetzung des N. femoralis zum Unterschenkel, ein langer Haut- ast hervor: der N. saphenus major [s. magnus), welcher an der medialen Seite des Unterschenkels bis zum Fußrücken hinab sich verzweigt. Er nimmt seinen Weg mit den Schenkelgefäßen in den Hunter'schen Canal ein- geschlossen, verlässt aber die Gefäße da, wo sie die Sehne des Adductor magnus durchsetzen, und liegt dann unter dem M. sartorius. Hinter dessen Endsehne, sel- ten vor derselben, tritt der Nerv am Kniegelenk abwärts und durchbohrt die Fascie, nachdem er einen am Condylus medialis tibiae herum verlaufenden, aufwärts zur Haut des Kniees sich verzweigenden Ast abgegeben hat. Dieser Knieast tritt nicht selten durch den Sartorius, oder er kommt (seltener) vor dem Ende des Muskels zum oberflächlichen Verlaufe. Auf seiner weiteren Bahn hält sich der zuweilen in längere Äste aufgelöste Stamm zur gleichnamigen Vene, gibt Zweige an die Haut des Unterschenkels und endet vor dem Malleolus medialis herabtretend an der medialen Seite des Fußrückens. Saeral- und. Caudalnerven. § 295. Die fünf Sacralnerven nehmen an Stärke progressiv ab; der erste ist der bei weitem mächtigste aller Spinalnerven. Die Abnahme entspricht der Reduc- tion, welche der Körper gegen das Ende des Sacrums zu an der Wirbelsäule erfährt, und welche auch am Rückenmarke am Conus medullaris zu finden ist. Der letzte Sacralnerv ist ein schwacher Faden, und der nach Art der übrigen Spinalnerven sich verhaltende, manchmal von einem zweiten gefolgte Caudal- nerv, den wir hier anschließen, noch unansehnlicher. Endlich ist noch ein letzter Caudalnerv dem Filum terminale angeschlossen (S. 748] mit unbekanntem](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21053959_0886.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)