Mikroskopische Studien über Wachsthum und Wechsel der Haare / von V. v. Ebner.
- Date:
- [1876?]
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Credit: Mikroskopische Studien über Wachsthum und Wechsel der Haare / von V. v. Ebner. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![halte es für ganz sieher, dass die Papille während der Bildung des Haarkülbens niemals ganz zu Grunde geht, so lange iiber- hnupt ein nominier TInarwechsel stattfindet. Die Verkleinerung und Abflachung der Papille hat zur Folge, dass nicht mehr alle Matrixzellen anC ihr Platz haben, welche sie während der Haar Vegetation bedockten. Es wird also ein Theil der Matrixzellen abgestossen, was sich an Pa])illen, deren Haarniatrixzellen stark pigraentirt sind, deutlich sehen lässt. Solche abgestossene Pig- mentzellen sieht man häufig mitten in den abgestossenen Zellen der äusseren Wnrzelscheide. (Fig. 14 c', Fig. 19, e). Die Pig- ment'/.ellen können nur von der Papille stammen, da in der Regel kein anderer epithelialer Theil des Haarbalges Pigmentzellen führt. Nur ausnahmsweise findet sich bei schwarzhaarigen Indi- viduen Pigmont in den Zellen der äusseren Wurzelscheide ganz am Grunde des Haarbalges. Ich darf es am Schlüsse dieses Abschnittes nicht unter- lassen, wenigstens kurz auf die Darstellungen einzugehen, welche bisher von dem Processe der Abstossung der Haare gegeben wurden. Die Thatsache, auf welche ich das wesentlichste Ge- wicht lege, nämlich, dass der Grund des Haarbalges beiläufig um die Hälfte der ursprünglichen Länge des Haarbalges nach oben geschoben wird, findet sich nirgends betont. Langer* lässt zunächst den Follikel nach unten knospenartig sich ver- längern. Kölliker 2 lässt das Haar durch ein verstärktes Wachs- thum, der die Papille umgebenden Zellen emporgehoben werden. Diese Vorstellungen leiden augenscheinlich an dem Fehler, dass sie gleichzeitig mit der Sistirung des Haarwachsthums eine ver- mehrte Vegetation in anderen epithelialen Theilen am Grunde des Haarbalges einhergehen lassen. Der Lehre Langer's konnte Götte überdies mit Recht den Vorwurf raachen, dass bei mehr- maligem Haarwechsel nothwendig die Haare in immer tiefere Regionen kommen müssteu. Stieda=* lässt die Bildung des Haarkolbens am ursprünglichen Sitze der Papille dadurch vor sich gehen, dass die Papille durch Atrophie gänzlich schwindet. 1 L. c. 2 Zeitschr. f. wissenscli. Zoologie. Bd. 2. » Miiiler'8 Archiv 1867.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21938726_0046.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)