Ueber einen Fall von retropharyngealem Carcinom und die Operationsmethoden am Pharynx ... / vorgelegt von Leopold Kranefuss.
- Kranefuss, Leopold.
- Date:
- 1889
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Credit: Ueber einen Fall von retropharyngealem Carcinom und die Operationsmethoden am Pharynx ... / vorgelegt von Leopold Kranefuss. Source: Wellcome Collection.
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![derselbe vielfach zahlreiche Kernkörperchen. Das Protoplasma ist nur gering entwickelt. — A priori sollte man in dem i: schnell wachsenden Tumor zahlreiche Kerntheilnngs Vorgänge er-a warten. Bei der Art der Behandlung sind dieselben nicht sehr s deutlich zu sehen. An einigen Kernen erkennt man eine Anja ordnnng der Kernsubstanz in Reiben, wieder andere Zellen >r zeigen den Zustand gerade oder nicht ganz vollendeter Thei-ü luns:. Deutliche Sternfiguren habe ich nicht gefunden. ‘o* In dem Centrum des oben erwähnten Knoten, sowie ir os einigen Nestern des Theiles, der den carcinomatösen Bau amiE he deutlichsten erkennen lässt, ist der Tumor schon in Degenera tion begriffen. Neben Stellen nämlich von rundlicher Gestabjr und der Grösse mehrerer Zellen, welche ganz hyaline Beschaffen heit angenommen haben und sich mit Eosin oder Karmin leichuei färben, finden sich Zellen von annähernd derselben Grösse. De Kern derselben färbt sich mit Haematoxylin schwächer als di te? nKi In el osed übrigen Kerne. Diese Zellen dürften als im Schwellungssta dium begriffen und als Uebergangsformen zu den hyalinen run|e den Stellen angesehen werden. Die Ernährung des Tumors ist eine reichliche, indem zah] reiche grössere und kleinere Gefässe denselben durchziehet Auch begegnet man kleinen Hämorrhagien. Der Tumor dürfte somit als ein Carcinom (Carcinoma sinyj. ; plex), z. Th. in Degeneration begriffen, bezeichnet werden. Ueberblicken wir nun diese sechs nach der Mikuliczrsche Methode operirten Fälle. An den Folgen der Operation starb ein einziger. Aber auch dieser Todesfall ist durchaus nicht der Methode zur La; ^ zu legen, sondern einem Zufall zuzuschreiben, der mit Leichti,-! keit hätte vermieden werden können. Die Uebersicht und der freie Zugang zum Pharynx lie in keinem Falle zu wünschen übrig, und wenn trotzdem G schwulstmassen an der Schädelbasis oder im Nasenrachenraun zurückgelassen werden mussten, so lag dies an der Inoperabilit derselben an sich, bedingt durch die Nachbargebilde. i Drei fite J)I](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30583858_0028.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)