Die Traumen der Harnblase / von Max Bartels.
- Bartels Max (Maximilian), 1843-1904.
- Date:
- 1878
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Credit: Die Traumen der Harnblase / von Max Bartels. Source: Wellcome Collection.
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![backe. — Urin aus beiden Wunden. — Vordere Wunde heilt. Gebrauch des Catheters wird vernachlässigt. Darauf Abscess am oberen inneren Tlieil des Schenkels. Incision. Urin jetzt lange Zeit aus dieser OelTnung. — Geheilt. 11. C. J. M. Langenbeck [B] (p. 591): Soldat, Kugel, Eintritt: Oberhalb Symphysis pubis in die Harnblase. — Austritt: Zwischen Os ileum und letzten Lendenwirbel. — Urin aus beiden Wunden. — Urin 3 Wochen aus beiden Wunden. Hintere Wunde schliesst sich zuerst (4 Wochen), dann Ui-in allmiUig per urethram. In 2 Monaten geheilt. 12. Blanchet (vide Wierrer n. 128): Mann, Juli 1848, Kugel, Ein- tritt: Ramus descendens ossis pubis in den Blasenhals. — Austritt: Ober- schenkel, oben aussen. — Urin aus beiden Wunden. — Urin durch beide Wunden und durch die Urethra. Delirien. Blutung. „Gegenwcärtig ist der Zustand besser. — Geheilt. 13. Hutin p. 16. obs. 4. (vide Hist. IL): Soldat, 1808, Schiiss, Ein- tritt: Os pubis rechts in die Harnblase. — Austritt: Linke Hinterbacke. — Urin aus beiden Wunden. — Wunden schliessen sich allmälig. — Geheilt. — Fremdkörpersymptome; Steinschnitt nach 19 .Lahren (Pasquier und Yvan); 3 Steine mit Leinwandfetzen als Kern. 14. J. C. Chenu [A] p. 194: Soldat, 31 Jahre, 5. 11. 1854, Kugel, Eintritt: Oberhalb Os pubis in die Harnblase. — Austritt: Os sacruin Mitte, seitlich. — Nach 3 V2 Monat Urinfistel [wo?] und vollkommene Parese der Unterextremitäten. — Geheilt. 15. Demmep. 225: Soldat, 1859, Kugel, Eintritt: Rechte Leiste durch Os pubis (Ram. horiz.) in die Harnblase. — Austritt: Os sacrum obere Hälfte. — „Einige Tage später floss der Harn aus beiden Oe(fnungen, na- mentlich aber aus der Scrotalwunde [?] in parabolischem Strahle. Durch Anwendung einer Spritze wurde Urinansammlung und Infiltration vermie- den [?]. — Geheilt. — Einige Wochen später Wunde der Heilung nahe. Fistel hinten durch Gauterisation beseitigt. Urin auf normalem Wege. lö. Longraore (vide Demme) p. 223: Soldat, 18. 6. 1855, Krim, Schuss, Eintritt: Os pubis links in die Harnblase. — Austritt: Rechts hin- ten. — Urin aus beiden Wunden, besonders vorn. — Urinausfluss veriiert sich zuerst hinten, am 18. Tage auch vorne. Catheter nicht vertragen. — Geheilt, 6 Monate. — Fremdkörpersymptome (nach 7 Wochen). Kleine Knochensplitter aus der Urethra entfernt. Vordere Wunde öffnet sich wieder, entleert einige Knochenplitter und noch ein Vierteljahr post trauma Urin, * wenn die Harnblase voll ist. Nach 6 Monaten gänzlich geheilt. 17. .L C. Chenu [BJ H. p. 491: Soldat, 24. 6. 1859, Solferino, Schuss, pjintritt: Zwischen Scrotum und rechten Oberschenkel in die Harn- blase. — Austritt: Mitte der linken Hinterbacke. — „Urinretention. — Catheter entleert ein wenig Blut, aber der Urin fliesst aus der hinteren Wunde (la plaie declive) 14 Tage lang. Permanenter Catheter. Völlige Heilung. — Geheilt. 18. Ciiilsolm p. 352 (vide Hist. 11. case 808 und Catal, of the U. S. Army Mus. XXc. A 4712. A G): Soldat, 29. 6. 1862, Schuss, Eintritt: 3*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21719305_0041.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


